Heute ist der 22.04.2026. In Wuppertal steht ein bedeutendes Ereignis vor der Tür: die Vorlesungsreihe „Klimakrise und Nachhaltigkeit“, die in diesem Jahr zum zehnten Mal stattfindet. Am 5. Mai 2026 um 18 Uhr geht es los, und die Teilnehmer dürfen sich auf spannende Themen und Diskussionen freuen. Alle Vorträge werden digital angeboten, was eine ortsunabhängige Teilnahme ermöglicht. So kann jeder, der Interesse hat, bequem von zu Hause aus mitdiskutieren.
Die Vorlesungsreihe wird organisiert von einem engagierten Team: dem Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit (transzent), dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA), den Students for Future an der Bergischen Universität Wuppertal (BUW) und dem Wuppertal Institut. Ihr Ziel ist es, zu erforschen, wie ein gutes Leben für alle möglich ist, ohne die planetaren Grenzen zu überschreiten. Ein spannendes Vorhaben, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch zum Nachdenken und Diskutieren anregt.
Die Vorträge im Überblick
Der erste Vortrag wird von Prof. Dr. Ulrich Brand von der Universität Wien gehalten und trägt den Titel „Imperiale Lebensweise und solidarische Lebensweise“. Hier wird die derzeitige Lebens- und Produktionsweise des Globalen Nordens in Frage gestellt, was angesichts der globalen Herausforderungen, insbesondere der Klimakrise, mehr als aktuell ist. Nach jedem Vortrag gibt es die Gelegenheit zur Diskussion mit den Vortragenden, was den Austausch von Ideen und Perspektiven fördert.
Die weiteren Themen der Vorlesungsreihe sind ebenso vielfältig wie relevant:
- 19. Mai 2026: „Zukunftsfähig wirtschaften: Suffizienz und Regeneration im Unternehmenskontext“ mit Clara Baues und Dr. Maike Gossen.
- 2. Juni 2026: „Genug ist für alle gut: Ökonomie sozial-ökologisch und intersektional gerecht neu denken“ mit Lotte Nawothnig und Prof. Dr. Daniela Gottschlich.
- 16. Juni 2026: „Vom Flächenwachstum zur Wohnqualität – Strategien für klimafreundliche Gebäude und Städte“ mit Prof. Dr. Benjamin Best und Anja Bierwirth.
- 30. Juni 2026: „Stadt der kurzen Wege: Konzepte für eine menschenzentrierte Mobilität der Zukunft“ mit Carolin Schäfer-Sparenberg und Julian Dietze.
Bildung als Schlüssel zur Transformation
Ein zentraler Aspekt der Vorlesungsreihe ist die Rolle der Bildung in sozial-ökologischen Transformationsdiskursen. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) hebt hervor, dass die menschliche Lernfähigkeit eine wertvolle Ressource ist. Es stellt sich jedoch die Frage, ob Bildung allein ausreicht, um die Herausforderungen der heutigen Zeit zu bewältigen. Das hegemoniale Verständnis von Bildung muss hinterfragt werden, da es oft die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse und Krisen reproduziert.
Die imperiale Lebens- und Produktionsweise, die in der Vorlesungsreihe thematisiert wird, basiert auf jahrzehntelanger Hegemoniebildung und der Ausbeutung von Menschen und Ressourcen, insbesondere im Globalen Süden. Bildung sollte nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch dazu anregen, alternative Lebens- und Produktionsweisen zu entwickeln, die auf Prinzipien wie Commoning und Suffizienz basieren. Hierbei ist es wichtig, dass Bildung Kopf, Herz und Hände einbezieht und Raum für Reflexion und Verlernen bietet.
Die Teilnahme an der Vorlesungsreihe ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich. Die Vorlesungen finden dienstags um 18 Uhr statt und sind eine hervorragende Gelegenheit, sich mit Fragen der Klimagerechtigkeit und der nachhaltigen Entwicklung auseinanderzusetzen. Nutzen Sie die Chance, aktiv an diesen wichtigen Diskursen teilzunehmen und gemeinsam Lösungen für eine bessere Zukunft zu erarbeiten!