In Kleve, genauer gesagt im Stadtteil Materborn, wird ein neues Sportzentrum eröffnet, das die sportliche Gemeinschaft nachhaltig beleben soll. Am Samstag fand die Schlüsselübergabe für das Sportzentrum Oberstadt an der Materborner Allee statt. Offiziell ist das Sportzentrum nun fertiggestellt, obwohl auf den Rasenplätzen bereits seit Jahren Fußball gespielt wird. Der Neubau des Multifunktionsgebäudes begann im März 2024 und wird allen sportbegeisterten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen.

Das neue Sportzentrum ist für über 100 Sportler*innen ausgelegt und umfasst ein eingeschossiges Funktionsgebäude mit drei unterschiedlichen Gebäudeteilen. Während die niedrigeren Teile für Umkleideräume und Sanitäranlagen genutzt werden, beherbergt der mittlere, erhöhte Gebäudeteil zentrale Versammlungs- und Jugendräume. Dieses durchdachte Konzept ermöglicht eine flexible Nutzung der Räume und fördert das gemeinsame Miteinander der beiden regionalen Sportvereine, dem SV Siegfried Materborn und dem SSV Reichswalde, die nun unter einem Dach trainieren. Der SV Siegfried Materborn spielt in der Kreisliga A, während der SSV Reichswalde in der Kreisliga C aktiv ist.

Nachhaltigkeit im Fokus

Besonders hervorzuheben ist die nachhaltige Holzbauweise des Sportzentrums, die sowohl mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem begrünten Dach als auch mit einer Fassade aus Klinker und regionalem Verblendstein-Mauerwerk glänzt. Die Planung und der Entwurf stammen von dem Planungsbüro Geo3 sowie den Bochumer Architekten Kremer und Partner. Der Bauprozess begann bereits im Jahr 2015 mit ersten Überlegungen und Gesprächen. Der erste Bauabschnitt umfasste den Ausbau der Kunstrasenplätze und die Errichtung eines Parkplatzes, dessen Freigabe sich aufgrund fehlender Abbiegespur verzögerte. Der zweite Bauabschnitt sah die Schaffung eines Naturrasenspielfeldes und eines Trainingshügels, bekannt als „Felix-Magath-Hügel“, vor. Das Multifunktionsgebäude stellt den letzten Bauabschnitt dar und ist das dritte Platzhaus an der ehemaligen Siegfried-Kampfbahn.

Bürgermeister Markus Dahmen äußerte seine Zufriedenheit über die Fertigstellung des Sportzentrums und betonte das ehrenamtliche Engagement sowie die Rolle der öffentlichen Hand als Vorbild. Die Fertigstellung der Tribüne am Bresserberg steht jedoch noch aus. Für die Realisierung des Projekts wurden 2,6 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen investiert, was 40% der Gesamtkosten ausmacht.

Bundesweite Unterstützung für Sportstätten

Das Sportzentrum Oberstadt profitiert von einem breiten Förderprogramm auf Bundesebene. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die Förderung von 314 Sportstätten beschlossen, um die Modernisierung kommunaler Sporteinrichtungen zu unterstützen. Insgesamt stehen 333 Millionen Euro im Wirtschaftsplan des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität zur Verfügung. Bundesministerin Verena Hubertz dankte dem Ausschuss für die Bereitstellung der Mittel, die darauf abzielen, Sportstätten modern, barrierefrei und nachhaltig zu gestalten. Die Förderung zielt auch auf die klimaneutrale Betriebsweise von Freibädern und die Einhaltung definierter energetischer Standards nach der Baufertigstellung ab.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Mit der Eröffnung des Sportzentrums Oberstadt in Kleve wird ein wichtiger Schritt in Richtung einer aktiven und nachhaltigen Sportkultur gemacht. Hier können zukünftige Generationen nicht nur ihre sportlichen Fähigkeiten entwickeln, sondern auch Gemeinschaftsgefühl und Teamgeist erleben.