Im St. Augustinus-Krankenhaus in Düren hat ein Wechsel an der Spitze des Interdisziplinären Palliativzentrums (IPZ) stattgefunden. Der neue Leiter, Dr. Pirashanna Mahendran, bringt als Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Palliativmedizin nicht nur umfangreiche Fachkenntnisse, sondern auch langjährige Erfahrung aus der Klinik für Innere Medizin mit. Die Übergabe der Leitung war das Ergebnis eines einjährigen Prozesses, der in enger Zusammenarbeit mit seinem Vorgänger stattfand. Annika Butzen, die Geschäftsführerin des Krankenhauses, hebt hervor, dass Mahendran das Krankenhaus sowie dessen Personal gut kennt, was eine wertvolle Grundlage für seine neue Rolle darstellt.
Die Philosophie von Dr. Mahendran orientiert sich stark an dem Leitsatz der Pionierin der Palliativmedizin, Cicely Saunders: „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ Dies spiegelt sich im Ziel der Palliativmedizin wider, die frühzeitige und systematische Erfassung sowie Behandlung von Beschwerden wie Schmerzen, Übelkeit, Atemnot, Unruhezuständen und Magen-Darm-Beschwerden anzustreben. Dabei wird die Behandlung auf einer ganzheitlichen Ebene durchgeführt, die physische, psychische, soziale und spirituelle Aspekte berücksichtigt. Ein zentrales Ziel ist es, die Patienten, wo immer möglich, in ihre häusliche Umgebung zurückzuführen.
Umfassendes Leistungsspektrum
Das Interdisziplinäre Palliativzentrum bietet ein breites Leistungsspektrum, das die diagnostischen Verfahren sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Fachrichtungen umfasst. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die konsequente Schmerz- und Symptomtherapie, die individuell auf jeden Patienten abgestimmt wird. Darüber hinaus erhalten die Patienten eine individuelle Pflege und psychosoziale Begleitung, die sich mit seelischen Belastungen, Ängsten oder Trauer auseinandersetzt. Auch die Hilfestellung und Beratung für Angehörige ist ein essenzieller Bestandteil des Angebots, um das gesamte Umfeld der Patienten in den Heilungsprozess einzubeziehen.
Die Bedeutung der Palliativmedizin kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, insbesondere in einer Zeit, in der die medizinische Versorgung zunehmend komplexer wird. Die multidisziplinäre Herangehensweise, die im IPZ praktiziert wird, ermöglicht eine umfassende Betreuung, die über die rein medizinische Versorgung hinausgeht. So wird nicht nur die physische Gesundheit der Patienten berücksichtigt, sondern auch ihre emotionalen und sozialen Bedürfnisse, was in der Palliativmedizin von entscheidender Bedeutung ist.
Dr. Mahendran und sein Team sind bestrebt, den Patienten nicht nur in schwierigen Zeiten beizustehen, sondern ihnen auch ein Stück Lebensqualität zurückzugeben. Diese Vorgehensweise ist nicht nur innovativ, sondern auch ein Zeichen für die menschliche Seite der Medizin, die oft in der Hektik des Alltags vergessen wird.