Frankfurt am Main erstrahlt in neuem Glanz: Der neue Messeeingang an der Europa-Allee steht kurz vor der Vollendung. Mit seinen auffälligen roten, gelben und blauen Quadraten sowie dem hellgrauen Schriftzug auf der weißen Metallverkleidung wird er nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern auch ein wichtiger Zugang zur Messe Frankfurt. Das Gebäude, das in L-Form um den Sockel des beeindruckenden Sparda-Bank-Turms errichtet wurde, wird eine Höhe von 124 Metern erreichen und Platz für ein Hotel sowie Büros auf 35 Metern bieten. Die offizielle Eröffnung ist für September geplant, passend zur renommierten Messe Automechanika.
Der neue Eingang wird als „Schlussstein“ der umfassenden Modernisierung des Messegeländes bezeichnet und umfasst stolze 5.000 Quadratmeter. Der Innenausbau ist bereits fast abgeschlossen, während die Pflasterung des Vorplatzes aktuell noch bearbeitet wird. Besonders hervorzuheben ist der Zugang zu „Via Mobile“, einem 120 Meter langen Teil eines 1,7 Kilometer langen Systems von verglasten Gängen mit Laufbändern, der eine komfortable Fortbewegung für Besucher ermöglicht.
Bauprojekt und Herausforderungen
Das Bauprojekt wird von Olaf Kühl, dem Bereichsleiter Facility Management der Messe Frankfurt, betreut. Ursprünglich für das vergangene Jahr geplant, hat sich die Fertigstellung aufgrund der U-Bahn-Bauarbeiten bis 2029 verzögert. Für die Zeit bis zur Fertigstellung müssen Messebesucher vorübergehend mit dem Bus anreisen, da der U-Bahn-Anschluss noch nicht verfügbar ist. Messechef Wolfgang Marzin äußert Bedauern über diese Verzögerung, sieht jedoch auch Vorteile für die Besucherströme durch die neuen Haltepunkte am neuen Eingang und am Europagarten.
Die Unternehmensgruppe Lupp wurde von der Gustav Zech Stiftung mit dem Rohbau des EuropaAlleeTowers und dem neuen Messeeingang beauftragt. Das Bauvorhaben zeichnet sich durch eine Bauweise mit vier Untergeschossen und 36 Obergeschossen aus. Insgesamt werden 19.000 Kubikmeter Beton, 3.200 Tonnen Stahl und 5.000 Quadratmeter Fertigteile benötigt. Die zukünftigen Nutzer des neuen Gebäudes sind die SpardaBank Hessen, die Messe Frankfurt selbst sowie ein 4-Sterne-Superior Hotel der Atlantic-Gruppe, das über eine Sky-Bar, ein Restaurant und Sportmöglichkeiten verfügen wird.
Eine neue Landmarke für Frankfurt
Mit der Schaffung dieser neuen Landmarke im Europaviertel, westlich der Emser Brücke und angrenzend an die Messe Frankfurt, wird eine Baulücke geschlossen, die seit Jahren besteht. Die zentrale Lage und die hervorragende Verkehrsanbindung machen den Standort besonders attraktiv für Messe- und Stadtbesucher. Im Jahr 2025 werden voraussichtlich 4,9 Millionen Besucher und rund 95.500 ausstellende Unternehmen in Frankfurt erwartet, was die Bedeutung der Messe Frankfurt als weltweit größten Messe-, Kongress- und Eventveranstalter unterstreicht.
Die Unternehmensgruppe Messe Frankfurt, die seit etwa 800 Jahren besteht, hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen auf Veranstaltungen zusammenzubringen und dabei sowohl digitale als auch analoge Dienstleistungen anzubieten. Die Effizienz ihres internationalen Netzwerks und die Qualität der Veranstaltungen sind Markenzeichen, die die Messe Frankfurt zu einem wichtigen Akteur in der globalen Eventlandschaft machen. Der neue Messeeingang an der Europa-Allee ist somit nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern auch ein bedeutender Schritt in Richtung einer erfolgreichen Zukunft für die Messe und die Stadt Frankfurt.