Am vergangen Wochenende, genauer gesagt am 26. April 2026, fand im bayerischen Straubing ein bedeutendes Ereignis für die Jägerschaft statt: Der Landesjägertag des Bayerischen Jagdverbands (BJV). Hier wurde Hubert Stärker mit knapp 52 Prozent der Stimmen zum neuen Präsidenten gewählt und löste damit den bisherigen Amtsinhaber Ernst Weidenbusch ab, der seit Dezember 2020 an der Spitze des BJV stand. Stärker, ein 48-jähriger Unternehmer, führt einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb mit Teichwirtschaft und kann auf eine langjährige Erfahrung als begeisterter Jäger und Fischer zurückblicken. Mit Jagdreviere in Oberallgäu und der Region Augsburg hat er sich bereits einen Namen gemacht.

Die Wahl von Hubert Stärker ist nicht nur ein Wechsel an der Spitze, sondern auch ein Signal in einer Zeit, in der der BJV mit internen Machtkämpfen zu kämpfen hatte. Diese Konflikte reichen bis in die regionalen Strukturen und führten sogar zur Ausschließung der Kreisgruppen Bad Kissingen und Neuburg an der Donau aus dem Verband. Stärker hat sich vorgenommen, die internen Spannungen zu beseitigen und einen respektvollen Dialog zwischen den Kreisgruppen und dem Präsidium zu fördern. Auch die Rückgewinnung der ausgeschlossenen Gruppen steht auf seiner Agenda. Wirtschafts- und Jagdminister Hubert Aiwanger hat sich bereits für eine Befriedung der Situation im BJV eingesetzt, was dem neuen Präsidenten zusätzlichen Rückenwind gibt.

Neues Führungsteam und Herausforderungen

Ein starkes Führungsteam unterstützt Stärker in seiner neuen Rolle. Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg wurde als erster Vizepräsident mit beeindruckenden 80 Prozent der Stimmen gewählt. Sebastian Ziegler und Thomas Bär folgen als zweite und dritte Vizepräsidenten, die mit 59 und 54 Prozent der Stimmen ebenfalls ein starkes Mandat erhalten haben. Dieses neue Team wird entscheidend dafür sein, die Weichen für eine positive Entwicklung im BJV zu stellen.

Mit über 80.000 Personen, die in Bayern einen Jagdschein besitzen, und etwa 50.000 Mitgliedern im BJV ist die Organisation ein wichtiger Akteur in der bayerischen Jagdlandschaft. Zudem gibt es den Ökologischen Jagdverband, der eine andere Jagdphilosophie vertritt und deutlich kleiner ist. Stärker plant, mehr Transparenz im BJV herzustellen, um das Vertrauen innerhalb der Mitgliederschaft zu stärken und die Bedeutung der Jagd in der Gesellschaft zu vermitteln.

Die Rolle des BJV im Naturschutz

Der BJV ist nicht nur eine Interessenvertretung der Jägerschaft, sondern auch ein anerkannter Naturschutzverband. Er übernimmt staatliche Aufgaben und setzt sich für den Tierschutz ein, indem er die Interessen der Wildtiere in Bayern vertritt. Die Schaffung von Lebensräumen für Wildtiere und aktive Maßnahmen zur Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichts sind Teil der Verantwortung des Verbandes. Darüber hinaus fördert der BJV das Bewusstsein für die Rolle der Jäger als Vorbilder im Umgang mit der nichtjagenden Bevölkerung.

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Insgesamt steht der BJV unter der Leitung von Hubert Stärker vor der Herausforderung, die internen Strukturen zu reformieren und gleichzeitig die Bedeutung der Jagd als Teil der bayerischen Kultur und des Naturschutzes zu stärken. Mit einem frischen Wind und einem engagierten Team könnte dies eine neue Ära für den Bayerischen Jagdverband einläuten.