Heute ist der 29.04.2026 und die Stadt Forchheim steht am Übergang zu einer neuen Ära. Uwe Kirschstein, der seit dem 1. April 2016 als Oberbürgermeister der Stadt tätig ist, wird am 1. Mai 2026 offiziell aus seinem Amt verabschiedet. Nach zehn Jahren im Dienst der Stadt stellt sich die Frage: Was bleibt von der Amtszeit Kirschsteins und welche Spuren hat er in der Stadtgesellschaft hinterlassen?
Kirschstein, ein Mitglied der SPD, wurde 2014 erstmals in den Stadtrat gewählt und gehört seit 2020 auch dem Kreistag des Landkreises Forchheim an. Sein beruflicher Werdegang führte ihn 2007 nach Forchheim, wo er die Stadt als seine Wahlheimat wählte. Vor seiner Wahl zum Oberbürgermeister war er in der Entwicklung von Medizingeräten tätig, was ihm eine fundierte Perspektive auf die Herausforderungen und Chancen der Stadtverwaltung gab.
Bilanz seiner Amtszeit
In Kirschsteins Amtszeit fiel die Aufnahme der Forchheimer Wässerwiesen in die Repräsentative Liste der UNESCO als Immaterielles Kulturerbes der Menschheit im Jahr 2023. Dies war ein bedeutender Schritt für die Stadt und ihre Kultur. Darüber hinaus gründete die Stadt eine strategische Kooperation mit der schweizerischen Stiftung Internationales Zentrum der Traditionellen Bewässerung (IZTB), um das Kulturerbe zu erhalten und zu pflegen. Kirschstein wurde Anfang 2025 zum Stiftungsrat der IZTB ernannt, was seine Rolle in der internationalen Zusammenarbeit unterstreicht.
Ein weiterer Aspekt seiner Bilanz ist der starke Fokus auf den internationalen Austausch mit europäischen Partnerstädten, insbesondere mit Rumänien. Im Jahr 2025 wurde Kirschstein zum Ehrenmitglied des Deutschsprachigen Wirtschaftsclubs Nordtransilvanien mit Sitz in Cluj-Napoca ernannt. Zudem gehört er seit 2021 dem Landesvorstand der BayernSPD an und wurde im September 2025 zum stellvertretenden Generalsekretär der BayernSPD gewählt. Dies zeigt, dass Kirschstein nicht nur lokal, sondern auch auf Landesebene aktiv ist und die Vernetzung mit anderen Städten und Regionen fördert.
Einladung zur Mitgestaltung
Kirschstein betont stets die Bedeutung der Begegnungen mit Menschen und lädt die Bürger ein, aktiv an der Gestaltung der Zukunft Forchheims mitzuwirken. Seine Amtszeit war geprägt von einem offenen Dialog und dem Streben, die Stadt als gemeinsames Projekt aller Einwohner zu verstehen. Am 1. Mai wird er die Stadt offiziell verlassen, doch die Frage nach den hinterlassenen Spuren in der Stadtgesellschaft bleibt. Die Bilanz seiner zehnjährigen Amtszeit wird sicher noch lange diskutiert werden und die Weichen für die zukünftige Entwicklung Forchheims stellen.
Mit einem Blick zurück auf die vergangenen Jahre und einem Ausblick auf das, was kommt, kann man gespannt sein, wie sich die Stadt Forchheim weiter entwickeln wird und welche neuen Impulse der nächste Oberbürgermeister setzen wird. Eines ist jedoch sicher: Uwe Kirschstein hat in seiner Zeit viel bewegt und wird in der Stadtgeschichte einen bleibenden Eindruck hinterlassen.