Heute ist der 24.04.2026. In Donau-Ries neigt sich eine Ära dem Ende entgegen: Stefan Rößle, der Landrat, der 24 Jahre lang die Geschicke des Landkreises lenkte, wird am 30. April aus seinem Amt scheiden. In dieser letzten Phase seiner Amtszeit beschreibt er seine Gefühle als ein Wechselbad der Emotionen. Sein Terminkalender ist bis zum Schluss vollgepackt, und viele Mitarbeiter sowie Bürger möchten die Gelegenheit nutzen, um sich von ihm zu verabschieden.
Ein besonders bewegender Moment war ein Abschiedslied, das die Mitarbeiter der Kämmerei eigens für ihn vorbereitet hatten. So zeigt sich, dass die Verbindung zwischen Rößle und seinem Team über die Jahre gewachsen ist. Trotz der zahlreichen Aufgaben, die noch auf seiner Liste stehen – insgesamt sind es 170 Punkte, die er nicht alle abarbeiten kann – blickt er auf eine erfüllte Zeit zurück. Michael Dinkelmeier, der als Rößles Nachfolger gewählt wurde, begleitet ihn häufig bei seinen Terminen, und die beiden arbeiten harmonisch zusammen.
Ein unerwarteter Nachfolger
Rößle gesteht, dass er nicht damit gerechnet hatte, dass Dinkelmeier bei der Wahl so erfolgreich sein würde. Er hatte ihn unterschätzt und setzte stattdessen auf die Erfahrung und Bekanntheit seiner Stellvertreterin, Claudia Marb. Dinkelmeier hingegen überzeugte die Wähler durch Fleiß, Präsenz an den Haustüren und seine Aktivität in den sozialen Medien. Viele sehen in ihm einen Vertreter eines Generationswechsels, der frischen Wind in die Politik bringen könnte.
Rößle hebt auch hervor, dass Claudia Marb stark gekämpft hat und sich für die CSU engagierte. Ihre Rolle als Stellvertreterin war entscheidend, da sie Rößle in den letzten Jahren zur Seite stand und viele ihrer eigenen Ideen und Visionen einbrachte.
Ein Blick in die Zukunft
Mit dem bevorstehenden Wechsel an der Spitze des Landkreises endet nicht nur eine Ära, sondern es beginnt auch eine neue Phase für Donau-Ries. Dinkelmeier wird sich mit frischen Ideen und Ansätzen den Herausforderungen der Zukunft stellen müssen. Die Bürger sind gespannt, wie sich die politische Landschaft entwickeln wird und welche Impulse Dinkelmeier und sein Team setzen können.
Insgesamt lässt sich feststellen, dass die letzten Tage von Stefan Rößle als Landrat von einem Gefühl der Dankbarkeit geprägt sind. Die vielen Gespräche und das Abschiedslied sind ein Zeichen der Wertschätzung für die geleistete Arbeit. Sie verdeutlichen, dass der Mensch hinter dem Amt immer im Vordergrund steht und dass die Politik nicht nur aus Zahlen und Fakten besteht, sondern auch aus Emotionen und menschlichen Verbindungen.