In Ulm dreht sich alles um die kleinen, emsigen Helferlein der Natur: Die neue Sonderausstellung im Museum Brot und Kunst mit dem Titel „Honig für Kunst und Gesellschaft – Wie Bienen uns inspirieren“ ist ein Fest für alle Sinne. Bei der Eröffnung umhüllte ein betörender Duft von Bienenwachs die Anwesenden und stimmte sie auf das zentrale Thema der Ausstellung ein.

Ein Highlight unter den Exponaten ist die beeindruckende Installation „Wachsfacetten“ von Jeanette Zippel. Sie besteht aus 2500 Honiggläsern, die alle kunstvoll mit Wachs überformt sind. Diese Installation vermittelt nicht nur Schönheit, sondern regt auch zum Nachdenken über die Rolle der Bienen in unserem Leben an. Der Ausgangspunkt dieser Ausstellung ist die Sammlung Kraft, die sich intensiv mit Joseph Beuys und seinem Umfeld beschäftigt. Beuys wiederum sah in den Bienen nicht nur einfache Insekten, sondern Gestalterinnen eines sozialen Organismus, der Wärme, Nahrung und Organisiertheit hervorbringt.

Soziale Plastik und Kunst

Beuys’ Konzept der „sozialen Plastik“ bildet den roten Faden der Ausstellung, da es Kunst und Gesellschaft auf einzigartige Weise verbindet. Eine seiner bekanntesten Arbeiten, die „Honigpumpe am Arbeitsplatz“ von 1977, wird ebenfalls präsentiert. In dieser Installation pumpt ein 150 Meter langes Schlauchsystem Honig und symbolisiert den Fluss von Energie und Kreativität. Die Ausstellung umfasst zudem Werke weiterer namhafter Künstler wie Michael Buthe, Hede Bühl und Felix Droese, dessen Werk „Honigpriesterin“ antike Vorstellungen zur Entstehung der Biene thematisiert.

Maximilian Prüfer bringt mit seiner Fotografie aus Sechuan eine bedrückende Vision einer Welt ohne Bienen in die Ausstellung, während Lea Grebe das Verschwinden dieser wichtigen Insekten durch ihre in Bronze gegossenen Bienen thematisiert. Bärbel Rothhaar überlässt ihre Wachs-Porträts den Bienen, die mit ihrer Individualität die Struktur der Kunstwerke verändern. Historische Dokumente, wie die Kunst-Edition der „Rheinischen Bienenzeitung“ von 1975, thematisieren ökologische Fragen in der Kunst und runden das vielfältige Angebot ab.

Interaktive Erlebnisse und Veranstaltungen

Die Ausstellung läuft bis zum 20. September und bietet zahlreiche Mitmachmöglichkeiten. Im sogenannten „Bienenstock“ erhalten Besucher Informationen zu Imkerei, Wildbienen und den ökologischen Zusammenhängen. Für Schulklassen werden Workshops und Ferienprogramme in Kooperation mit Umweltverbänden angeboten, die das Lernen über Bienen spielerisch gestalten.

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Begleitend zur Ausstellung gibt es eine Matinee mit dem Schauspieler Gunter Nickles sowie eine Filmreihe im Kino „Mephisto“. Ein neues Format, die „Game Night: spielen, essen, kennenlernen“, bietet Besuchern einen sozialen Raum im Museum, um sich auszutauschen und neue Bekanntschaften zu schließen.

Insgesamt bietet die Ausstellung nicht nur einen tiefen Einblick in die Bedeutung der Bienen für Kunst und Gesellschaft, sondern lädt auch dazu ein, über deren Schutz und den Erhalt ihrer Lebensräume nachzudenken. Besuchen Sie das Museum Brot und Kunst in Ulm und lassen Sie sich von der faszinierenden Welt der Bienen inspirieren!