Im Herzen von Schwäbisch Gmünd, wo die Tradition auf die süßen Genüsse des Lebens trifft, hat das Café Margrit sich als eine wahre Institution etabliert. Seit über 60 Jahren wird das Café von der Familie Rota betrieben, und es ist vor allem für seine „Schokoladentorte nach Sacher Art“ bekannt. Dabei muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass diese Köstlichkeit nicht als Sachertorte bezeichnet werden darf. Das Geheimnis dieser Torte liegt in einer besonderen Zutatenauswahl: Statt der typischen Marillenmarmelade kommen hier Himbeer- und Johannisbeermarmelade zum Einsatz, was der Torte eine einzigartige Geschmacksnote verleiht.
Die Nachfrage nach dieser delikaten Torte ist so groß, dass sogar Feinschmecker aus München für ein Stückchen anreisen. Diese Spezialität wird in einer Backstube zwei Stockwerke über dem Café mit viel Liebe und handwerklichem Geschick hergestellt. Die Konditormeisterin Isolde Barth, die seit 40 Jahren im Café Margrit tätig ist und dort ihre Ausbildung absolvierte, spielt eine zentrale Rolle in der Herstellung der Torten. Ihre Rezepte stammen von ihrem Vorgänger Heinz Schmid, der die Tradition begründete und damit einen Grundstein für die Beliebtheit des Cafés legte.
Vielfalt im Tortensortiment
Die Produktion im Café Margrit umfasst rund 20 verschiedene Torten und Kuchen. Besonders beliebt sind die Schwarzwälder Kirschtorte und die Schokoladentorte nach Sacher Art. Ein Stück dieser Torte kostet 4 Euro zum Mitnehmen oder 5 Euro im Café, während eine ganze Torte für 70 Euro erworben werden kann. Sergio Rota, der Café-Chef, erklärt, dass die Konditorei nicht profitabel ist und durch die Gastronomie querfinanziert wird. Isolde Barth legt großen Wert darauf, dass Geschmack über modernes Aussehen triumphiert, was in der heutigen Zeit eine erfrischende Einstellung darstellt.
Doch wie wird diese köstliche Schokoladentorte eigentlich zubereitet? Die Teigmasse wird in zwei Schüsseln angerührt: In einer werden Fett, Zucker, Eigelb und Kuvertüre vermischt, während in der anderen Eiweiß und Zucker geschlagen werden. Die beiden Mischungen werden dann zu einem Teig vereint, der mit einer Ganache als Zwischenschicht versehen wird. Der Überzug besteht aus Marmelade und Kuvertüre, wobei die genauen Mischungsverhältnisse und die verwendeten Gewürze ein gut gehütetes Geheimnis bleiben.
Ein Klassiker für besondere Anlässe
Die Schokoladentorte ist nicht nur im Café Margrit sehr geschätzt, sondern auch ein beliebter Favorit für besondere Anlässe. Ein einfaches Rezept für eine deutsche Schokotorte kann ebenfalls auf den Festtagstisch kommen, ideal für Geburtstagsfeiern oder gemütliche Kaffeekränzchen. Diese Torte zeichnet sich durch ihre Saftigkeit und Cremigkeit aus und wird mit Zutaten wie Milch, Zucker, Eiern, Butter, Rapsöl, Mehl, Kakaopulver und Backpulver zubereitet. Die Grundlage ist ein Teig, der bei 160 °C für etwa eine Stunde gebacken wird.
Die Creme für diese Schokotorte wird aus Zartbitterschokolade und Sahne hergestellt und verleiht der Torte eine unverwechselbare Geschmacksnote. Nach dem Backen wird die Torte waagerecht halbiert, mit Schoko-Creme gefüllt und anschließend wieder zusammengesetzt. Eine Glasur aus erhitzter Sahne und geschmolzener Zartbitterschokolade rundet das Gesamtbild ab. Serviert werden kann die Torte idealerweise mit frischen Beeren oder einer Tasse heißen Kaffee – ein Genuss, der die Seele wärmt.
Ein persönlicher Bezug zur Backkunst
Die Geschichte des Café Margrit und die Leidenschaft für das Backen gehen Hand in Hand. Isolde Barth und die Familie Rota haben nicht nur die Tradition bewahrt, sondern auch ihre eigene Note hinzugefügt. Die Schokoladentorte nach Sacher Art ist nicht nur ein Produkt, sondern ein Symbol für die Hingabe und die Kunstfertigkeit, die in jedem Stück steckt. Es ist diese Liebe zum Detail, die das Café Margrit zu einem Ort macht, an dem nicht nur der Gaumen, sondern auch das Herz verwöhnt wird.