In Leonberg ist es höchste Zeit für eine gründliche Renovierung. Die Sporthalle der Ostertag-Realschule, die seit rund 40 Jahren in Betrieb ist, hat ihre besten Tage hinter sich. Mit einer umfassenden Sanierung soll nicht nur der marode Zustand behoben werden, sondern auch die Nutzung als wichtiger Ort für Bewegung, Begegnung und Inklusion sichergestellt werden. Diese Halle ist nicht nur ein Bestandteil des Schul- und Vereinssports, sondern auch ein sozialer Treffpunkt für die gesamte Gemeinde.
Die Stadt Leonberg hat sich entschieden, rund sieben Millionen Euro in die Sanierung zu investieren. Ein bedeutender Teil dieser Summe, etwa 2,2 Millionen Euro, wird durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ gefördert. Diese Förderung ist ein Lichtblick für die Stadt, wie Oberbürgermeister Tobias Degode betont. Er dankt den Bundestagsabgeordneten Jasmina Hostert (SPD) und Marc Biadacz (CDU) für ihren unermüdlichen Einsatz in diesem Projekt.
Sanierungsbedarf und geplante Maßnahmen
Die Mängel der Sporthalle sind vielfältig und dringend. Defekte Heizungs- und Lüftungssteuerungen, alte Wasserleitungen, die zur Gefahr von Legionellenbildung führen können, sowie eine unzureichende Sanitäranlage und Sicherheitsprobleme bei den Geräteraumtoren sind nur einige der aufgeführten Defizite. Eine umfassende Bestandsanalyse hat zudem Schwächen im Brandschutz, in der Gebäudetechnik und beim sommerlichen Wärmeschutz festgestellt. Hier ist Handlungsbedarf gegeben, um die Sporthalle wieder auf einen zeitgemäßen Standard zu bringen.
Die geplante Generalsanierung umfasst technische und energetische Erneuerungen sowie eine Modernisierung der Nebenräume. Auch der Eingangsbereich soll barrierefrei neu gestaltet werden, um den Zugang für alle Bürger zu erleichtern. Diese Maßnahmen sind Teil eines größeren Trends, der die Modernisierung von Sportstätten in ganz Deutschland vorantreibt.
Förderung auf bundesweiter Ebene
Die Förderung für die Sportstätte in Leonberg ist Teil eines bundesweiten Programms, das die Sanierung von 314 Sportstätten unterstützt. Das gesamte Fördervolumen beträgt 333 Millionen Euro, aus dem Mittel für die Modernisierung zur Verfügung stehen. Verena Hubertz, die Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, hat in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Mittel hervorgehoben und den Haushaltsausschuss für deren Bereitstellung gedankt. Ziel ist es, Sportstätten modern, barrierefrei und nachhaltig zu gestalten, damit sie den Anforderungen der heutigen Zeit gerecht werden.
Nach Abschluss der Bauarbeiten müssen die sanierten Gebäude definierte energetische Standards erfüllen. Dies schließt die klimaneutrale Versorgung von Freibädern und die Verwendung recyclebarer Materialien bei der Sanierung von Sportfreianlagen ein. Das Antragsverfahren für die ausgewählten Projekte hat nun begonnen und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung wird die Projektkommunen zeitnah kontaktieren.
Die Sanierung der Sporthalle in Leonberg ist mehr als nur ein Bauprojekt. Sie ist ein Schritt in Richtung einer zukunftsfähigen und inklusiven Sportinfrastruktur, die der gesamten Gemeinschaft zugutekommt. Mit der Unterstützung auf Bundesebene wird Leonberg ein Beispiel für andere Städte und Gemeinden, wie man alte Sportstätten erfolgreich revitalisieren kann.