Am vergangenen Abend fand der Empfang der WK-Bezirksstelle Hermagor statt, ein Treffpunkt für über 100 Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Gail-, Gitsch- und Lesachtal. Der Abend war nicht nur eine Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung, sondern auch ein Forum für Diskussionen über die wirtschaftlichen Herausforderungen und Chancen, die die Region prägen. Ein besonderer Fokus lag auf der Verabschiedung von KommR Hannes Kandolf, der 15 Jahre lang die Bezirksstelle geleitet hat und eine tragende Säule der regionalen Wirtschaft war.
Kandolf, der seit 1994 einen Familienbetrieb in Hermagor führt, hat sich als Bezirksobmann für die Belange der Betriebe eingesetzt. Er kämpfte insbesondere für den Abbau bürokratischer Hürden und die Stärkung der Lehrlingsausbildung, da er die Sicherung qualifizierter Arbeitskräfte als große Herausforderung für die regionale Wirtschaft ansieht. In seiner Abschiedsrede betonte Kandolf die essentielle Bedeutung des Miteinanders im Bezirk und den Zusammenhalt, der die Unternehmergemeinschaft prägt.
Ein neuer Weg mit Hanns Stattmann
WK-Präsident Jürgen Mandl würdigte Kandolfs Verdienste und betonte, wie wichtig sein Einfluss für die Wirtschaft im Bezirk war. „Sein Engagement war wegweisend und hat viele Unternehmen in der Region gestärkt“, so Mandl. Nach Kandolfs Abschied wird Hanns Stattmann neuer Bezirksobmann und hat sich bereits dazu verpflichtet, die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers fortzuführen. Christian Wastian wurde zudem als neuer Bezirksstellenleiter vorgestellt, um die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes strategisch zu gestalten.
Herausforderungen und Chancen der regionalen Wirtschaft
Der Abend verdeutlichte den positiven Spirit in der Wirtschaft des Bezirkes Hermagor. In einer Zeit, in der der Mittelstand über 99% aller aktiven Unternehmen in Deutschland repräsentiert und oft als Rückgrat der Wirtschaft angesehen wird, ist es entscheidend, lokale Netzwerke zu stärken und Partnerschaften zu bilden. Unternehmer:innen aus der Region sind flexibel und innovativ, was zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Förderung des regionalen Wachstums beiträgt.
Die Digitalisierung spielt dabei eine zentrale Rolle. Viele Unternehmen haben bereits Schritte zur Digitalisierung unternommen, um ihre Effizienz zu steigern und sich an die sich ständig ändernden Marktbedingungen anzupassen. Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel eine zentrale Herausforderung, die die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit gefährdet. Die Vernetzung mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen kann hier helfen, den Wissenstransfer zu fördern und innovative Lösungen zu entwickeln.
Insgesamt zeigt der Empfang der WK-Bezirksstelle Hermagor, dass Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung in der regionalen Wirtschaft nicht nur wünschenswert, sondern auch notwendig sind, um in einer zunehmend komplexen und digitalen Welt erfolgreich zu sein.