Am 12. Mai 2026 besuchte der Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig gemeinsam mit Bürgermeister Martin Treffner mehrere Betriebe in Feldkirchen. Ein spannendes Unterfangen, das nicht nur Einblicke in die tägliche Arbeit der Unternehmen bot, sondern auch Raum für einen direkten Austausch zur Wirtschaftspolitik schuf. Der Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) war ebenfalls mit von der Partie, um wertvolle Beratung zu Investitions- und Fördermöglichkeiten anzubieten.
Der erste Halt war bei der Kfz-Werkstatt von Andreas Stranig, einer Karosserie, die bereits seit 1978 besteht. Wusstet ihr, dass dies die einzige Fachwerkstätte in Kärnten für rollstuhlgerechte Fahrzeugumbauten ist? Hier wird nicht nur geschraubt und lackiert, sondern auch das Leben vieler Menschen ein Stück lebenswerter gemacht. Und das ist nicht einfach nur ein Job – das ist Engagement auf höchstem Niveau.
Tradition trifft Innovation
Nach dem Besuch bei Stranig ging es weiter zur Spenglerei und Dachdeckerei Leopold, die stolz ihr 70-jähriges Jubiläum feiert. Seit 1956 verbindet das Unternehmen Erfahrung mit modernster Technik. Als wichtiger Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb leistet es einen entscheidenden Beitrag zur regionalen Wirtschaft. Man kann sich gut vorstellen, wie hier die Werkzeuge klappern und die Mitarbeiter mit Leidenschaft und Geschick ans Werk gehen.
Der dritte Besuch führte die Delegation zu Breschan Papier, einem Familienunternehmen, das nun schon seit 110 Jahren in Feldkirchen verwurzelt ist. Bekannt für Bücher, Bürobedarf und Spielwaren, hat Breschan nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich einen prägenden Einfluss auf die Region ausgeübt. Ein echter Schatz, der die Kinder mit Spielwaren und die Erwachsenen mit Büchern versorgt – da merkt man schnell, wie wichtig solche Traditionsbetriebe für das tägliche Leben sind.
Die Bedeutung regionaler Traditionsbetriebe
Schuschnig unterstrich die immense Bedeutung dieser regionalen Traditionsbetriebe. Sie sind nicht einfach nur Unternehmen, sondern tragen Verantwortung, schaffen Arbeitsplätze und stärken die regionale Wertschöpfung. Diese Firmen sind das Rückgrat einer lebendigen Wirtschaftslandschaft – und das ist nicht übertrieben. Sie zeigen Engagement und Innovationskraft, die weit über das Tagesgeschäft hinaus gehen.
In einem größeren Kontext gesehen, ist der Besuch von Schuschnig und Treffner auch Teil eines umfassenderen Ansatzes, um strukturschwache Regionen in Deutschland zu unterstützen. Seit dem 1. Januar 2020 gibt es das gesamtdeutsche Fördersystem, das aus 20 Programmen besteht und unter anderem darauf abzielt, gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen. Es fördert Investitionen, Innovationen und soziale Projekte, unabhängig von der geografischen Lage. Das ist ein wichtiger Schritt, um die Wachstums- und Innovationskräfte in den ländlichen Räumen zu stärken und den Zusammenhalt zu fördern.
Man kann nur hoffen, dass diese Besuche und die damit verbundene Wertschätzung für die Traditionsbetriebe nicht nur sporadisch sind, sondern zu einer dauerhaften Unterstützung und Förderung der Wirtschaft in Feldkirchen und darüber hinaus führen. Denn was wäre die Region ohne ihre engagierten Unternehmer, die täglich mit Herzblut für ihre Kunden da sind?