Heute ist der 9.07.2026. Schaut man auf die US-Wirtschaft, könnte man glatt ins Staunen geraten. Trotz hoher Zinsen, einem eher schwächelnden Arbeitsmarkt und der allgegenwärtigen politischen Unsicherheit bleibt die amerikanische Wirtschaft robust. Wie ist das möglich? Der private Konsum spielt eine entscheidende Rolle, aber – und das ist das Spannende – dieser Konsum wird zunehmend von Vermögenspreisen anstatt von Einkommen getragen. Das ist ein echter Strukturbruch in der Konsumfunktion! Bis 2018 war es noch das verfügbare Einkommen, das den Konsum dominierte. Doch seit 2019 hat sich das Bild gewandelt. Der Einkommensbeitrag ist gesunken, während der Beitrag von Vermögen gestiegen ist. Ein Phänomen, das viele von uns überraschen dürfte.

Der Beschäftigungsaufbau hat sich zwar verlangsamt, aber das hindert die Menschen nicht am Konsumieren. Das liegt auch an der restriktiven Migrationspolitik, die das Arbeitskräfteangebot limitiert. Und wenn wir schon beim Thema Wandel sind: Der technologische Fortschritt, insbesondere durch Automatisierung und Künstliche Intelligenz, verschiebt die Wertschöpfung weg von Löhnen hin zu Unternehmensgewinnen. Das macht alles ein wenig fragil, denn ein zusätzlicher Dollar Vermögen führt heute zu einem Konsumanstieg von etwa 5,5 Cent – das ist doppelt so viel wie vor 2019!

Die Auswirkungen des Wandels

Die Sparquote der privaten Haushalte ist von über 6 % auf rund 3 % gesunken. Ein gewagter Schritt, könnte man sagen. Und man fragt sich: Wie lange kann das gutgehen? Der Wandel vollzog sich in zwei Phasen: Bis Mitte 2022 dominierten die Immobilienmärkte, danach übernahmen die Aktienmärkte das Ruder, während die Immobilien durch steigende Zinsen gebremst wurden. Diese Dynamik hat den Konsum anfälliger für Schwankungen an den Kapitalmärkten gemacht. Die Kommunikation der Federal Reserve hat dadurch an Bedeutung gewonnen – schließlich könnte eine starke Börsenkorrektur nicht nur Investoren, sondern auch die gesamte Wirtschaft ins Wanken bringen.

Dennoch bietet die Entwicklung auch neue politische Handlungsmöglichkeiten, um die negativen Effekte des technologischen Wandels auszugleichen. Die Geldpolitik wird sich ändern; Zinsschritte wirken zunehmend direkt auf Vermögenspreise. So könnte es also sein, dass die US-Wirtschaft dynamischer, aber auch fragiler wird, als wir es gewohnt sind.

Wirtschaftlicher Ausblick

<pDie USA zeigen sich als das am schnellsten wachsende Land innerhalb der G7-Staaten. Trotz Handelskonflikten und dem Irankrieg wird für 2026 ein BIP-Wachstum von über 2 % prognostiziert. Besonders spannend sind die Investitionen in Künstliche Intelligenz, die bis 2026 zwischen 800 und 900 Milliarden US-Dollar betragen sollen. Das ist eine Menge Geld! Und die Arzneiwaren? Die werden auf 370 bis 500 Milliarden US-Dollar geschätzt. Wenn man sich das vorstellt, könnte man glatt ins Träumen geraten.

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Allerdings gibt es auch Schattenseiten: Der Hochbau steckt seit 2025 in einer Rezession, mit einem erwarteten Rückgang der nominalen Hochbauleistungen um 3,5 %. Zudem müssen Verbraucher mit steigenden Preisen rechnen – die allgemeinen Verbraucherpreise stiegen zwischen Februar und Mai 2026 von 2,4 auf 4,2 Prozent. Die Zinssteigerungen könnten die Investitionsbereitschaft und Bautätigkeit negativ beeinflussen, was nicht gerade für Optimismus sorgt.

Der Agrarsektor leidet unter dem Handelskonflikt mit China, steigenden Diesel- und Düngerpreisen sowie einem Arbeitskräftemangel. Und nicht zu vergessen: Die Exporte Deutschlands in die USA fielen 2025 um 9 Prozent, und das ganz unabhängig von der Zoll- und Handelspolitik. Deutsche Firmen haben zwar eine starke Verhandlungsposition, doch die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen.

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