Meisterliche Erfolge: 74 Urkunden für die Zukunft des Handwerks in Götzis
Heute, am 12.06.2026, war es wieder so weit: Die Meisterfeier in Götzis brachte viel Freude und Stolz! Insgesamt wurden 74 Meisterurkunden und 67 Befähigungsurkunden verliehen. Ganz schön beeindruckend, wenn man bedenkt, dass 109 Absolventinnen und Absolventen ihr Können unter Beweis gestellt haben. Die Feier war nicht nur eine akademische Zeremonie; sie fand im herzlichen Beisein von Familien, Freunden und Vertretern der Wirtschaftskammer Vorarlberg statt, die die Leistungen der Geehrten würdigten.
WKV-Präsident Karlheinz Kopf hob die immense Bedeutung dieser Qualifikationen hervor. Meister- und Befähigungsprüfungen gelten schließlich als die höchsten Stufen, die man in vielen Gewerben erreichen kann. Hier wird nicht nur Fachwissen abgefragt, sondern auch betriebswirtschaftliche und unternehmerische Kompetenzen – eine Kombination, die für die Wettbewerbsfähigkeit des Vorarlberger Gewerbes und Handwerks essenziell ist. Besonders beeindruckend: 29 Personen wurden ausgezeichnet, und einige von ihnen hatten gleich zwei oder sogar drei erfolgreich abgelegte Prüfungen in der Tasche! Das zeigt, wie wichtig die Relevanz qualifizierter Aus- und Weiterbildung ist.
Der Weg zum Meister
Die Meisterprüfung selbst ist kein Zuckerschlecken. Sie wird von den Meisterprüfungsstellen der Wirtschaftskammer durchgeführt und besteht aus fünf Modulen, die man in beliebiger Reihenfolge ablegen kann. Ein bisschen wie ein Puzzle, bei dem man die Teile so zusammenfügt, dass am Ende das große Bild entsteht. Für jedes erfolgreich abgeschlossene Modul erhält man ein Modulzeugnis, und nach dem letzten Teil winkt das Gesamtzeugnis – der Schlüssel zur Bezeichnung „Meisterin“ oder „Meister“. Wer denkt, dass das alles einfach ist, irrt sich gewaltig!
Und ja, wenn mal ein Modul nicht ganz so läuft wie erhofft, muss man nur dieses eine Modul wiederholen. Man kann es also schaffen, wenn man dranbleibt. Meisterinnen und Meister dürfen nicht nur den Titel tragen, sie können auch ihre Betriebe als „Meisterbetrieb“ auszeichnen und das begehrte Gütesiegel verwenden. Klar, dass das für viele ein Anreiz ist. Das Mindestalter für die Teilnahme an diesen Prüfungen liegt bei 18 Jahren, und weitere gesetzliche Voraussetzungen gibt es nicht. Einfache Voraussetzungen, doch der Weg ist steinig!
Anerkennung von Qualifikationen
In einer zunehmend globalisierten Welt ist es auch wichtig, die Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen und Bildungsabschlüssen zu betrachten. In Vorarlberg gibt es seit 2013 die Anlaufstelle für Personen mit im Ausland erworbenen Qualifikationen – die AST Vorarlberg. Dort erhält man mehrsprachige Beratungen zur beruflichen Anerkennung. Informationen zur Nostrifizierung von Berufsqualifikationen aus Drittländern und zu Gleichhaltungsverfahren für Gewerbe aus der EU sind ebenfalls verfügbar. Das ist eine tolle Unterstützung für all jene, die ihren Platz in der österreichischen Arbeitswelt finden möchten.
Die finanziellen Hilfen, die man beim ÖIF beantragen kann, sind oft das Tüpfelchen auf dem i. Wer beispielsweise Übersetzungskosten für Dokumente und Zeugnisse hat, kann hier Unterstützung erhalten. In einer Zeit, in der Mobilität und internationale Karrieren immer mehr an Bedeutung gewinnen, ist das eine wichtige Sache.
Also, ob lokal oder international – die Qualifizierung und die damit verbundene Anerkennung sind entscheidend für die persönliche und wirtschaftliche Entwicklung. Wir dürfen gespannt sein, welche neuen Meisterinnen und Meister wir in Zukunft feiern werden!
