Am 10. Juni war es wieder so weit: Die Kreismitgliederversammlung der Senioren-Union des Kreises Segeberg traf sich im Vereinsheim der Kaltenkirchener Turnerschaft. Die Stimmung war, sagen wir mal, durchaus gut! 61 stimmberechtigte Mitglieder waren anwesend, und es ging hoch her, als Ursula Michalak als Vorsitzende bestätigt wurde. Michalak, die auch die Frauen-Union im Ortsverband Bad Segeberg leitet und im Bundesvorstand sitzt, hat eindeutig einen großen Fußabdruck in der Seniorenpolitik hinterlassen.

In ihrer leidenschaftlichen Rede forderte sie die Anwesenden auf, sich aktiv in politische Debatten einzumischen. Das ist ja auch ein Thema, das viele bewegt! Sicherheit im Alter, Hitzeschutz für die ältere Generation und die plötzliche Ablehnung eines verpflichtenden Sozialjahres für Rentner – all das war im letzten Jahr auf dem Tisch. Auch eine kritische Haltung zu einem möglichen Höchstwahlalter stand zur Debatte. Michalak ließ keinen Zweifel daran, dass die Interessen der Senioren in der Politik Gehör finden sollten.

Politische Themen und engagierte Mitglieder

Ein spannendes Jahr liegt hinter der Senioren-Union. Sie haben sich unter anderem mit der Unterstützung von Friedrich Merz für ein besseres Sicherheitsgefühl älterer Menschen eingesetzt. Und dann auch noch die Kritik an den Grünen-Plänen zur Einführung einer verpflichtenden ÖPNV-Abgabe! Das hat sicherlich für einige hitzige Diskussionen gesorgt. Auch die Schließungen von Bankfilialen und Altersdiskriminierung wurden thematisiert; Themen, die viele Ältere betreffen. Leserbriefe zur Online-Sicherheitsumfrage mit QR-Code – man merkt, dass hier eine neue Form der Kommunikation und Einbindung stattfindet.

Uwe Behrens wurde zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, er ist Teil des FU-Ortsverbandes Norderstedt. Michalak nutzte die Gelegenheit, um den Ortsvereinigungen in Norderstedt, Kaltenkirchen, Bad Segeberg und Henstedt-Ulzburg für ihre engagierte Arbeit zu danken. Ein ganz besonderer Höhepunkt war die gemeinsame Veranstaltung mit der Kreis-CDU zum Welttag der Senioren, die über 100 Teilnehmer anzog. Beiträge von prominenten Gästen wie der damaligen Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack und Vertretern von Polizei, Feuerwehr sowie dem Roten Kreuz machten das Event zu einem echten Erlebnis.

Ein Blick in die Zukunft

Und was steht als Nächstes an? Am 21. August 2026 plant man eine große Veranstaltung im Ihlseerestaurant mit dem Thema „Einsamkeit“. Das wird sicherlich ein weiterer Anlass für interessante Diskussionen und den Austausch von Ideen! Kaltenkirchens Bürgermeister Stefan Bohlen wird dabei sein, um bei Kaffee und Kuchen über die Gestaltung der Seniorenpolitik zu plaudern und die Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt und Verwaltung zu thematisieren. Das klingt nach einer tollen Gelegenheit, um neue Impulse in die Seniorenpolitik zu bringen!

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Ein interessanter Kontext zu dieser politischen Partizipation älterer Menschen liefert die Arbeit von Michael Weinhardt, der eine Studie über Parteimitgliedschaft und politische Teilhabe verfasst hat. Er zeigt auf, dass die Generationenbindung an Parteien in den letzten 30 Jahren stark nachgelassen hat. Vor allem das Bildungsniveau hat einen entscheidenden Einfluss auf die Parteimitgliedschaft. Und genau da sollte man ansetzen. Der Neunte Altersbericht der Bundesregierung fordert, die politische Teilhabe im Alter zu stärken. Es ist wichtig, dass alle gesellschaftlichen Gruppen in die politischen Prozesse einbezogen werden, um eine lebendige Demokratie zu fördern.

Die Bedürfnisse der älteren Generation müssen in der Politik Gehör finden. Bildung spielt dabei eine zentrale Rolle, um die Teilhabe zu verbessern. Inklusion und eine gerechtere Verteilung von Bildungschancen könnten der Schlüssel sein, damit auch Menschen mit niedrigem Bildungsstand an politischen Diskussionen teilnehmen können. Ein spannendes Thema, das uns alle angeht!

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