Heute ist der 27.06.2026, und in Schleswig-Holstein tut sich was – und zwar gewaltig! Die Landesverwaltung hat sich auf einen spannenden Weg begeben, um sich von den Fesseln der großen Software-Monopole zu befreien. Die Umstellung auf Open-Source-Software ist nicht nur ein technischer, sondern auch ein gesellschaftlicher Schritt, der die digitale Souveränität des Landes stärken soll. Ein ehrgeiziges Ziel, welches im Rahmen der UN Open Source Week 2026 formuliert wurde: Unabhängigkeit von proprietären Software-Anbietern und das Aufbauen einer digitalen Infrastruktur, die den Bedürfnissen von Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft gerecht wird.

Das Herzstück dieser Transformation bildet die Strategie des Digitalisierungsministers Dirk Schrödter. Er hebt hervor, wie wichtig verlässliche IT-Komponenten sind und betont, dass die Abhängigkeit von wenigen großen Anbietern ein ernsthaftes Problem darstellt. Deswegen hat Schleswig-Holstein als erstes Bundesland eine nachhaltige Open Source-Strategie veröffentlicht, die nicht nur die Verwaltung, sondern auch die regionale Digitalwirtschaft im Blick hat. Es geht um viel mehr als bloße Software – es geht um digitale Unabhängigkeit.

Ein beeindruckender Umstieg

Der Umstieg auf quelloffene Software begann bereits im April 2024, und die Zahlen sind beeindruckend. Rund 30.000 Mitarbeiter haben auf LibreOffice umgestellt, was 80 Prozent der Arbeitsplätze in der Landesverwaltung betrifft. Auch die Mailboxen wurden migriert: Microsoft Exchange wurde durch Open-Xchange und Thunderbird ersetzt. Die Einsparungen sind nicht zu vernachlässigen – über 15 Millionen Euro an Lizenzkosten für Microsoft-Software sollen allein im kommenden Jahr gespart werden. Da fragt man sich doch: Warum hat das nicht schon früher geklappt?

Doch es gibt auch Herausforderungen. Einige Mitarbeitende haben Schwierigkeiten mit den neuen Programmen, und die Opposition kritisiert die Qualität der Umrüstung. Es scheint, als ob der Weg zur digitalen Souveränität nicht ganz ohne Stolpersteine verläuft. Trotzdem bleibt die Vision klar: Schleswig-Holstein will eine vielfältige Anbieterlandschaft schaffen und die Abhängigkeit von US-Technologiekonzernen reduzieren.

Die breite Unterstützung

Im Rahmen dieser Initiative wird auch ein Open Source Programm Office (OSPO) eingerichtet, das zwischen IT-Management und den Stakeholdern vermittelt. Schulungen für Mitarbeitende sind geplant, um den Umstieg zu erleichtern. Auch die Förderung der regionalen Digitalwirtschaft steht auf der Agenda, um die Innovationskraft des Landes zu stärken. Mit dem DigitalHub.SH sollen Bedarfe des öffentlichen Sektors und frische Ideen aus der Digitalwirtschaft zusammengebracht werden – ein spannendes Zusammenspiel!

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Schleswig-Holstein ist nicht allein auf diesem Weg. Dänemark verfolgt ähnliche Ziele, indem es den Einfluss großer US-Technologiekonzerne reduzieren will, während Irland die Software-Wahlfreiheit für öffentliche Einrichtungen betont. Sogar in Afrika gibt es Fortschritte: Tansania hat über 90 Prozent seiner staatlichen Systeme auf Open Source umgestellt. Das zeigt, dass der Trend zur digitalen Unabhängigkeit international auf fruchtbaren Boden fällt.

Ein Blick nach vorn

Die Maßnahmen sind durchdacht und zukunftsorientiert. Die Einführung von Betriebssystemen wie Linux, das Open Document Dateiformat ODF und Nextcloud sind nur einige der Schritte, die Schleswig-Holstein unternimmt, um langfristig eine digitale Infrastruktur zu schaffen, die den Bürgern zugutekommt. Es ist nicht nur eine technische Umstellung, sondern auch ein kultureller Wandel hin zu mehr Transparenz und Partizipation in der Verwaltung.

Die Landesregierung hat klare Ziele: eine nachhaltige und unabhängige IT-Infrastruktur aufzubauen, die den Herausforderungen der digitalen Zukunft gewachsen ist. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich diese Entwicklungen in den kommenden Jahren entfalten werden. Schleswig-Holstein könnte sich als Vorreiter etablieren, nicht nur in Deutschland, sondern vielleicht sogar auf europäischer Ebene. Die Reise hat gerade erst begonnen!

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