Bargeld im Wandel: Schleswig-Holsteins Geldautomaten im Umbruch
In Schleswig-Holstein tut sich gerade einiges im Bereich der Geldautomaten. Manche Banken ziehen sich zurück, und das hat seine Gründe. Die Deutsche Bank beispielsweise schließt Ende Juni die SB-Zone in der Husumer Innenstadt – ein Schritt, der einige Kunden überraschen könnte. Gut zu wissen: Die Finanzagentur bleibt erhalten, sodass die Kunden nicht ganz im Regen stehen. Die Digitalisierung hat den Geldautomaten das Leben schwer gemacht, und dann sind da auch noch die Geldautomaten-Sprengungen, die für Sicherheitsbedenken sorgen. Wer hätte gedacht, dass Bargeld abheben so ein heißes Thema werden könnte?
Immerhin zeigt eine Bundesbank-Studie, dass immer mehr Menschen unbar bezahlen möchten. Die Deutsche Bank hat diesen Trend erkannt und stellt fest, dass ihre Kunden zunehmend auf Online- und Mobile Banking sowie den telefonischen Kundenservice zurückgreifen. Auch die Postbank-Kunden profitieren, denn sie können gebührenfrei an den Geldautomaten der Cash Group Bargeld abheben. Wenn man es genau nimmt, gibt es sogar Cashback-Bargeldservices in vielen Einzelhandelsgeschäften. Das klingt doch nach einer praktischen Lösung!
Die Schließungen und ihre Hintergründe
Doch es gibt auch Schattenseiten. Die Nord-Ostsee Sparkasse hat sich bereits dazu entschieden, in diesem Jahr drei Automaten abzubauen – darunter ein gesprengter Geldautomat, der nicht ersetzt wird. Das zeigt, wie sehr die Sicherheitslage die Standorte von Geldautomaten beeinflusst. Wenn wir uns die Volksbanken Raiffeisenbanken anschauen, sehen wir, dass sie zwischen Ende 2023 und Ende 2025 ganze 48 Geldautomaten aus ihrem Angebot entfernen. Aktuell stehen noch 512 Automaten zur Verfügung, doch das wird sich bald ändern.
Der Rückgang der Nutzung von Geldautomaten ist nicht zu leugnen. Immer mehr Menschen beziehen ihr Bargeld an den Kassen der Supermärkte, was die Abhebungen an Automaten weiter reduziert. Doch trotz dieser Entwicklungen bleibt der Zugang zu Bargeld in Deutschland weitgehend gesichert, wie die Bundesbank betont. Die Mehrheit der Bevölkerung kann innerhalb von fünf Kilometern einen Geldautomaten oder Bankschalter erreichen – und das ist doch beruhigend, oder?
Die Situation in Deutschland
In einer Umfrage ergab sich, dass 96% der Befragten Geldautomaten für ihre Bargeldabhebungen nutzen. Interessant ist auch, dass 78% des abgehobenen Bargelds genau dort bezogen wird. Abhebungen an Bankschaltern sind zwar gestiegen, machen aber nur einen kleinen Teil aus. Und was ist mit den Ladenkassen? Nun, die Verbraucher beziehen dort bereits 9% ihres Bargeldes. Der Zugang ist also vielfältig, auch wenn die Zahl der Geldautomaten von 59.000 im Jahr 2018 auf etwa 51.000 gesunken ist.
Ein weiterer Punkt, der nicht unerwähnt bleiben sollte, ist die geografische Verfügbarkeit. Deutschland ist in 3,6 Millionen Rasterzellen unterteilt, und aus jeder Zelle wird ermittelt, wie schnell man zu einem Bargeldbezugspunkt kommt. Die durchschnittliche Entfernung beträgt dabei nur 1,4 Kilometer, was etwa drei Minuten Fahrzeit entspricht. In Städten ist der Zugang sogar noch besser, während es auf dem Land etwas herausfordernder wird, da die durchschnittliche Entfernung auf über zwei Kilometer ansteigt.
Die Erreichbarkeit von Bargeldautomaten ist also insgesamt recht gut, auch wenn sich die Situation leicht verschlechtert hat. Der Anteil der Bevölkerung, der den Zugang als schwierig empfindet, ist von 6% im Jahr 2021 auf 15% im Jahr 2023 gestiegen. Das ist ein Zeichen dafür, dass wir alle wachsam bleiben sollten, wie sich die Bargeldlandschaft weiterentwickelt – in Schleswig-Holstein und darüber hinaus.
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