Am Donnerstag, den 2. Juni 2026, geschah im Hafen von Eckernförde etwas, das viele Passanten sprachlos machte: Das alte Restaurantschiff „Capella“ sank. Man konnte förmlich die Schockwellen spüren, als Augenzeugen berichteten, dass das Heck des Schiffes bereits tief im Wasser lag, bevor es schließlich auf Grund lag. Die „Capella“ hatte über Jahre als schwimmendes Restaurant gedient, bevor sie Ende 2024 den Betrieb einstellte. In den letzten Jahren war immer wieder Wasser in das Schiff gelangt, und nun war der Moment gekommen, an dem es nicht mehr tragfähig war. Ein trauriges Schicksal für ein einst beliebtes Ausflugsziel!
Die Bergungsaktion, die am Wochenende folgte, war ein wahres Gemeinschaftswerk. Bergungsunternehmen, das Technische Hilfswerk (THW), die Feuerwehr und die Wasserschutzpolizei arbeiteten Hand in Hand, um das gesunkene Schiff zu bergen. Die Feuerwehr setzte Ölsperren aus, um mögliche Umweltschäden zu verhindern, auch wenn zum Glück keine Betriebsstoffe austreten konnten. Es war ein beeindruckendes Schauspiel, das sich über zwölf Stunden erstreckte, während sich die Verantwortlichen im Rathaus zu Beratungen zusammenfanden, um die nächsten Schritte zu klären. Bürgermeisterin Iris Ploog (SPD) äußerte, dass unklar sei, wie es mit der „Capella“ weitergeht – möglicherweise wird das Schiff in Einzelteile zerlegt.
Bergungsoperation im Detail
Die Kosten für die Bergungsaktion sind bisher noch unklar, doch die Stadt Eckernförde steht in Gesprächen mit der Hafenbehörde, um zu klären, wer letztendlich für die anfallenden Ausgaben verantwortlich ist. Solche Bergungsoperationen sind nicht nur finanziell, sondern auch logistisch eine Herausforderung. Der Prozess der Bergung eines Schiffs, seiner Ladung oder Ausrüstung nach einem Seeunfall wird in der Fachwelt als eine komplexe Angelegenheit betrachtet. Man unterscheidet zwischen reiner Bergung und Vertragsrettung, wobei jede Variante ihre eigenen Regeln und Belohnungen mit sich bringt.
Die „Capella“ war jedoch nicht das einzige gesunkene Schiff in der Region. Ein weiteres Wrack, die „Sea Dagger“, war erst vor kurzem 70 Kilometer vor der Küste gesunken. Außerdem sind das Sportboot „Dirkje“ und der Kutter „Simone“ vollständig gesunken und haben keinen Marktwert mehr. Solche Vorfälle werfen Fragen auf, vor allem in Bezug auf die Sicherheit der Gewässer und die Verantwortung der Betreiber. In Gent, Belgien, wird unterdessen das erste Urlaubsschiff der DDR recycelt, das über 200.000 DDR-Bürger auf Reisen begleitete. Diese Geschichten zeigen, wie eng unsere maritime Geschichte mit der Gegenwart verwoben ist und wie wichtig eine nachhaltige Handhabung von Schiffswracks ist.
Ein Blick auf die Bergungstechniken
Die Techniken, die für solche Bergungsoperationen zum Einsatz kommen, sind beeindruckend. Vom Kran über ferngesteuerte Fahrzeuge (ROVs) bis hin zu Hochleistungs-Wasserpumpen – die Auswahl ist groß und die Anforderungen hoch. Je nach Zustand des Schiffes und Bergungsziel gibt es verschiedene operative Arten der Bergung, sei es in sichereren Gewässern oder auf offener See. Die Bergung von Ausrüstung oder die schnelle Räumung von Wracks sind essenziell, um die Sicherheit auf den Schifffahrtswegen zu gewährleisten. Auch die internationale Regulierung spielt eine Rolle, um sicherzustellen, dass Umweltmaßnahmen nicht vernachlässigt werden.
So bleibt die „Capella“ nicht nur ein trauriges Beispiel für das Schicksal von Schiffswracks, sondern auch ein Symbol für die Herausforderungen, die mit der maritimen Bergung verbunden sind. Wie es mit dem Schiff weitergeht, bleibt abzuwarten – die Gespräche und Planungen laufen, und die Menschen in Eckernförde beobachten gespannt. Vielleicht wird die „Capella“ eines Tages wieder aus den Tiefen auftauchen, in neuer Form oder als Teil der Geschichte dieser ehemaligen Perle im Hafen.