In Pinneberg hat sich etwas Entscheidendes getan. Propst Thomas Drope hat seine Amtsniederlegung bekannt gegeben, und die Nachricht hat die Gemeinde erreicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Der Rücktritt, der am 30. Juni 2026 wirksam wird, kommt für viele überraschend. Drope hat fast zwei Jahrzehnte im Amt gedient und war eine prägende Figur im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein. Doch nun ist es an der Zeit für einen Neuanfang – sowohl für ihn als auch für die Gemeinde.

Die Hintergründe seines Rücktritts bleiben im Dunkeln. Auf Nachfragen äußerte sich Drope nicht, was die Spekulationen anheizt. Körperlich und psychisch sei er an seine Grenzen gestoßen, hat er selbst gesagt. Eine ehrliche und mutige Entscheidung, die er selbst trägt. Um Schaden vom Amt abzuwenden, hat er sich zur Niederlegung entschieden. Das wirft Fragen auf – wie geht es weiter? Wer wird sein Nachfolger? Die Suche nach einer neuen Person für diese verantwortungsvolle Position hat bereits begonnen. Übergangsweise übernehmen nun Pröpstin Anja Botta und Propst Frie Bräsen die Aufgaben, bis der Kirchenkreisrat das Verfahren zur Neubesetzung der dritten pröpstlichen Stelle einleitet.

Ein Blick auf Dropes Werdegang

Von 2007 bis 2009 war Thomas Drope Propst des Kirchenkreises Pinneberg. Nach der Fusion im Jahr 2009 übernahm er das Propstamt im neuen Kirchenkreis und war für 22 Kirchengemeinden verantwortlich. Außerdem kümmerte er sich um wichtige Bereiche wie Diakonie, Bildung und Familienbildung. 2019 wurde er von der Kirchenkreissynode mit großer Mehrheit wiedergewählt. Ein Zeichen des Vertrauens! Sein Engagement reichte sogar über die Grenzen des Kirchenkreises hinaus – er war aktiv in der Nordkirche und beim Deutschen Evangelischen Kirchentag. Ein Mann, der wirklich etwas bewegt hat.

Die Verabschiedung von Drope wird gesondert bekannt gegeben, und viele in der Gemeinde sind gespannt, wie dieser Abschied gestaltet wird. Die Erinnerungen an seine Amtszeit werden sicher viele Herzen berühren. Propst Frie Bräsen hat bereits seinen Respekt für Dropes Entscheidung ausgesprochen und ihm für seinen langjährigen Einsatz gedankt. Und das ist nur fair – schließlich hat Drope so viele Menschen begleitet und inspiriert.

Die Kirche im Wandel

Bischöfin Kirsten Fehrs spricht oft über die Bedeutung des Engagements in den Hamburger Kirchenkreisen. Sie hebt den wertvollen Beitrag von haupt- und ehrenamtlich Tätigen hervor, die täglich für Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit eintreten – Werte, die in einer multikulturellen und interreligiösen Gesellschaft wie Hamburg von großer Bedeutung sind. Es ist ein Miteinander gefragt, und die Kirche kann dabei eine tragende Rolle spielen. Die Sichtbarkeit der Kirche wird durch engagierte Menschen in Gemeinden, diakonischen Einrichtungen, Beratungsstellen und Kitas gestärkt. In Zeiten des Wandels ist dieser Zusammenhalt wichtiger denn je!

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Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation im Kirchenkreis entwickeln wird und wer letztendlich das Vertrauen der Gemeinde gewinnen kann. Eines steht fest: Die Fußstapfen, die Thomas Drope hinterlässt, sind groß. In Pinneberg und darüber hinaus wird man ihn nicht so schnell vergessen – und das ist auch gut so.