Heute ist der 6.06.2026, und die Aufregung um den bevorstehenden Börsengang von SpaceX ist förmlich greifbar. Jörg Wiechmann vom Itzehoer Aktien Club hat bereits einige wertvolle Ratschläge für Anleger bereitgestellt, die eine Beteiligung am IPO von Elon Musks Raumfahrtunternehmen ins Auge fassen. Natürlich, der Mann hat große Pläne – und mit einer angestrebten Bewertung von rund 1,5 Billionen US-Dollar könnte dieser Börsengang der größte in der Geschichte werden. Das könnte sogar den Rekord von Saudi Aramco aus dem Jahr 2019 übertreffen! Aber wie immer im Leben: Vorsicht ist geboten, vor allem wenn hohe Erwartungen im Raum stehen.

Der Dow Jones hat gerade die Marke von 50.000 Punkten überschritten. Das klingt nach einem wahren Boom, doch genau hier beginnt das Dilemma. Wiechmann weist darauf hin, dass Neuemissionen oft in Euphoriephasen stattfinden, was die Preise für zukunftsorientierte Visionen in die Höhe treibt. SpaceX hat bislang Milliardenverluste erlitten, und ob das Unternehmen jemals Gewinne im Weltraum erzielen wird, bleibt ungewiss. Vor allem, wenn man die langfristige Erfolgsbilanz von Börsengängen betrachtet – viele Gründer kennen ihre Firmen besser als die Anleger, was oft zu einem späteren Desaster führt. Wer erinnert sich nicht an die Dotcom-Blase?

Börsengang und die Chancen für Anleger

SpaceX wird voraussichtlich am 12. Juni 2026 an die Börse gehen, aber bis dahin bleibt das Unternehmen nicht handelbar. Ab dem ersten Handelstag wird SPCX über Online-Broker wie ING, Flatex oder Consorsbank erhältlich sein. Das klingt vielversprechend, doch die Realität sieht oft so aus: Institutionelle Großinvestoren haben bei stark nachgefragten IPOs meist die Nase vorn. Privatanleger, die am ersten Tag zuschlagen, müssen womöglich tief in die Tasche greifen, um die heiß begehrten Anteile zu ergattern.

Europäische Privatanleger haben jedoch Grund zur Hoffnung! Deutsche Bank, ING, Société Générale und Banco Santander sind als Konsortialpartner im Gespräch, was die Teilnahme an der Zeichnung ermöglichen könnte. Wenn man die Risiken bedenkt – und die Tatsache, dass SpaceX in viele spezialisierten Space-ETFs aufgenommen werden könnte, wie den VanEck Space Innovators UCITS ETF oder den ARK Space & Defence Innovation UCITS ETF – ergibt sich ein Bild. Diese ETFs bieten eine breitere Diversifikation innerhalb der Space Economy, was für einige Anleger die Sache etwas sicherer macht.

Die großen Akteure im Raumfahrtsektor

Wenn wir schon beim Thema SpaceX sind, dürfen wir nicht vergessen, dass auch andere Unternehmen im Raumfahrtsektor – wie Rocket Lab oder Planet Labs – von der Entwicklung der Raumfahrt profitieren könnten. Rocket Lab hat bereits 77 erfolgreiche Starts verzeichnet und ist das aktivste börsennotierte Raumfahrtunternehmen. Planet Labs arbeitet gar mit Google an Prototyp-Satelliten, die 2027 starten sollen. Diese Technologien könnten uns in den kommenden Jahren viel Neues bringen.

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Schaut man sich die großen Investoren an, fällt auf, dass Ron Baron, Gründer von Baron Capital, etwa 25 % seiner persönlichen Investitionen in SpaceX hat. Auch Cathie Wood hat SpaceX als größte Position im ARK Venture Fund. Ihre Prognosen sind optimistisch: bis 2030 könnte die Unternehmensbewertung auf 2,5 Billionen US-Dollar steigen. Das alles klingt wahnsinnig aufregend, aber es ist auch ein bisschen beängstigend, oder? Die Märkte können unberechenbar sein.

Unterm Strich bleibt die Frage, ob man jetzt aufspringen oder lieber abwarten sollte. Die Euphorie eines IPOs kann trügerisch sein. Manchmal ist es besser, einen Schritt zurückzutreten, bis sich der Sturm gelegt hat. Wie auch immer man sich entscheidet, der Raumfahrtsektor wird auf jeden Fall spannend bleiben – und wir sind mittendrin!