Die Nordsee hat ihren ganz eigenen Charme. Hier, wo das Wasser auf die Küste trifft und der Wind Geschichten erzählt, hat Eva Almstädt ihre Inspiration gefunden. Die in Hamburg aufgewachsene Krimiautorin lebt zwischen Ostsee und Nordsee und hat bereits über 30 Bücher veröffentlicht, darunter die beliebte Pia-Korittki-Reihe und die Nordsee-Serie, die sich um die Anwältin Fentje und den Journalisten Niklas dreht. Ihr neuestes Werk, „Die letzte Predigt“, entführt die Leser auf die Halbinsel Eiderstedt und in die geheimnisvolle Welt des Kirchenmilieus. Ein Ort, an dem Gemeinschaftsgeheimnisse und dunkle Abgründe aufeinandertreffen.

Die Idee zu ihrem aktuellen Nordsee-Krimi entsprang einem Besuch in der Marienkirche zu Lübeck, wo sie an einer Turm- und Gewölbeführung teilnahm. Die kleinen Dörfer Nordfrieslands, die sie erkundete, gaben ihr zusätzlich Stoff für ihre spannenden Geschichten. Almstädt hat eine Vorliebe für enge Dorfgemeinschaften als Schauplatz ihrer Krimis, da sie diese als aufregender empfindet als die Anonymität großer Städte. Ihre Protagonisten sind keine klassischen Polizisten, sondern Privatermittler. Das gibt ihr die Möglichkeit, kreativer zu sein – und das, ehrlich gesagt, merkt man ihren Geschichten an!

Der kreative Prozess

Wer denkt, dass das Schreiben eines Krimis einfach von der Hand geht, der irrt sich. Eva Almstädt plant ihre Geschichten mit einer beeindruckenden Struktur. Sie beginnt mit dem Täter und seinen Motiven und erstellt etwa 80 Szenen-Skizzen, bevor sie überhaupt mit dem Schreiben anfängt. Ihre Schreibzeiten liegen in den frühen Morgenstunden, oft in ihrem Arbeitszimmer oder in einem Café, wo sie sogar in lauten Umgebungen konzentriert bleibt. Das ist eine wahre Kunst!

Leser in schwierigen Lebensphasen finden Halt in ihren Büchern. Almstädt schätzt den Austausch mit ihren Lesern, besonders während ihrer Lesereisen. Eine ihrer härtesten Kritikerinnen ist eine Jugendfreundin, die Richterin ist. Auch mit einem Pastor hat sie zusammengearbeitet, der einen ihrer Krimis lektorierte – eine interessante Kombination, oder? Ihre Gedanken zur Künstlichen Intelligenz sind ebenfalls bemerkenswert. Sie äußert Bedenken, dass Leser den Unterschied zwischen KI- und Menschen geschriebener Literatur nicht immer erkennen können.

Lesereisen und Veranstaltungen

In den kommenden Monaten ist Eva Almstädt viel unterwegs, um ihre Geschichten zu teilen. Am 10. Juni 2026 wird sie bei einer Lesung in Nordfriesland sein. Und das ist nur der Anfang! Die nächsten Termine sind bereits festgelegt: Am 20. Juni 2023 liest sie im Gemeindesaal Gasthof Voß in Schmalensee, gefolgt von weiteren Veranstaltungen in Lübeck, Hamburg und vielen anderen Orten. Auf ihrer Website kann man eine vollständige Liste ihrer Lesungen einsehen – ein wahres Fest für Krimifans!

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Die Kriminalität in Deutschland bewegt sich seit den 1990er Jahren konstant um die Marke von sechs Millionen Fällen. 2024 registrierte die Polizei 5.837.445 Verdachtsfälle. Über 50% dieser Fälle betreffen Eigentums- und Vermögensdelikte. Das Thema Kriminalität ist nicht nur in der Fiktion von Bedeutung, sondern auch in der Realität. Almstädt beleuchtet in ihren Krimis die dunklen Seiten der menschlichen Natur und schafft es, einen Spiegel der Gesellschaft vorzuhalten – und das auf eine fesselnde Art und Weise.

Ob in Nordfriesland oder anderswo, die Geschichten von Eva Almstädt sind ein Fenster in die menschliche Seele und die Geheimnisse, die sie birgt. Und während sie an ihrem nächsten Ostsee-Krimi arbeitet, bleibt die Vorfreude auf weitere Abenteuer in ihren Worten groß.