Heute ist der 23.06.2026 und in Nordfriesland wird gerade kräftig über eine neue, ziemlich große Sache diskutiert. Die Rede ist von einem Rechenzentrumscampus, der in Langenhorn entstehen soll. Ein süddeutscher Projektentwickler, das Unternehmen Uniq Land, hat große Pläne. Zunächst einmal sind 150 Megawatt (MW) als Anschlussleistung angedacht, mit der Möglichkeit, auf satte 300 MW zu erweitern. Wow, das ist eine Ansage!

Der Campus soll auf einem großzügigen Areal von 55.000 Quadratmetern am Sikkeackerweg in der Gemeinde Langenhorn entstehen, die gerade mal etwa 3.400 Einwohner zählt. Geplant sind zwei beeindruckende Gebäude, die bis zu 27,5 Meter hoch werden sollen. Jedes der beiden Gebäude wird drei Servergeschosse mit 7,5 Metern Höhe und ein Technikgeschoss von fünf Metern beherbergen. Dazu kommt eine Energiezentrale sowie ein Anschluss an ein Umspannwerk. Und das Beste? Die Abwärme der Server könnte theoretisch über 60.000 Haushalte heizen, auch wenn das wahrscheinlich ungenutzt bleibt. Ein bisschen schade, oder?

Ökonomische Perspektiven und Herausforderungen

Die Gemeindevertretung wird am 24. Juni über dieses Milliardenprojekt entscheiden. Bei einer Informationsveranstaltung im „Kreissool“ waren über 300 interessierte Bürger anwesend. Das zeigt, wie sehr die Leute hier in Nordfriesland hinter diesem Vorhaben stehen, aber auch, wie viele Fragen es noch gibt. Die geplante Gewerbesteuer von bis zu sechs Millionen Euro jährlich könnte der Gemeinde sehr zugutekommen. Das Geld würde die Freiwillige Feuerwehr unterstützen und auch dafür sorgen, dass die Brandschutzanforderungen erfüllt werden.

Ein weiterer spannender Punkt ist der hohe Windstromüberschuss in der Region. Dieser wird lokal nicht vollständig genutzt, was das Projekt noch attraktiver macht. Außerdem plant Uniq Land, die Finanzierung des Projekts selbst zu stemmen, was das Ganze noch mal mehr Vertrauen einflößt. Das Rechenzentrum würde übrigens etwa 14% des Strombedarfs in Schleswig-Holstein abdecken – ein ganz schöner Batzen!

Ein Blick in die Zukunft

Wenn alles nach Plan läuft, könnte der Baustart frühestens im März 2028 erfolgen, abhängig von den Änderungen im Flächennutzungs- und Bebauungsplan. Die Erweiterung auf 300 MW würde bedeuten, dass ein zweites Gebäudepaar auf einer benachbarten Fläche von 25.000 Quadratmetern entstehen könnte. Damit würden auch 75 neue Arbeitsplätze geschaffen, was sicher nicht nur für die Gemeinde, sondern auch für die gesamte Region ein Gewinn wäre.

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Die geplanten Nutzungen des Rechenzentrums sind vielfältig. Künstliche Intelligenz und Cloud-Speicher stehen dabei ganz oben auf der Liste. Auch wenn es Bedenken hinsichtlich der geplanten Gebäudehöhe gibt – Investoren möchten 22 Meter, während die Gemeinde eine Begrenzung auf 12 Meter favorisiert – bleibt die Vorfreude auf die Möglichkeiten, die sich hier bieten, groß. Denn eines ist klar: das Rechenzentrum könnte eines der größten in Deutschland werden.

Aktuell stehen wir an einem spannenden Wendepunkt. Die Entscheidung der Gemeindevertretung über dieses ambitionierte Projekt könnte nicht nur die wirtschaftliche Landschaft in Nordfriesland verändern, sondern auch die Art und Weise, wie wir in der Zukunft mit Energie und Technologie umgehen. Es bleibt abzuwarten, was die Zeit bringt und wie sich die Pläne weiterentwickeln werden.

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