Am 23. Mai 2026 war es endlich soweit: Der Kreispokal Holstein fand seinen krönenden Abschluss in Neumünster. Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen versammelten sich rund 350 Zuschauer, um das mit Spannung erwartete Finale zwischen dem PSV Neumünster und dem SV Wasbek zu verfolgen. Die Atmosphäre war elektrisierend und die Erwartungen groß – schließlich hatten beide Teams in der Punktrunde nicht gerade glänzen können. Während der SV Wasbek als Verbandsligafünfter nach dem Aufstieg in die Landesliga strebte, lag der PSV Neumünster, nach neun Jahren, hinter seinem Lokalrivalen VfR. Da war ein Pokalsieg die perfekte Möglichkeit, die Saison mit einem Paukenschlag abzuschließen.

Die erste Halbzeit zeigte ein ausgeglichenes Bild. Beide Mannschaften duellierten sich auf Augenhöhe, und das Spielgeschehen war von intensiven Zweikämpfen und taktischen Finesse geprägt. Der PSV hatte zwar die erste gute Chance durch Youri v. d. Mehden, doch der glänzend aufgelegte Torwart Adrian Weiß vom SV Wasbek war nicht zu bezwingen. Nach einer kurzen Trinkpause schien der PSV in der zweiten Hälfte jedoch motivierter und druckvoller, während Wasbek sich schwer tat, seine Chancen zu nutzen.

Ein Schuss, der alles veränderte

Der Wendepunkt kam in der 55. Minute: Timo Barendt erzielte das erste Tor für den PSV Neumünster. Ein präziser Schuss, der die gesamte Tribüne zum Beben brachte – 0:1! Die Euphorie war förmlich greifbar. Nur vier Minuten später erhöhte Tom Zarpe auf 0:2. Was für ein Doppelschlag! Die Wasbeker, die bis dahin noch gut im Spiel waren, mussten sich nun mit der Realität auseinandersetzen. Trotz eines weiteren Kopfballversuchs von Youri v. d. Mehden, der erneut von Weiß pariert wurde, war die Luft raus. In der 81. Minute nutzte Fyn Claasen eine weitere Gelegenheit und stellte auf 0:3. Das war die Entscheidung! Der PSV Neumünster setzte sich am Ende mit einem klaren 3:0 durch.

In der Schlussphase des Spiels prägten Wechsel das Geschehen, und der SV Wasbek konnte keinen Ehrentreffer mehr erzielen. Schiedsrichter Oliver Guillon und seine Assistenten Erik Ian Schwarz und Carl Leo Finnberg hatten wenig zu tun und konnten das Geschehen weitgehend unauffällig leiten. Es war ein Spiel, das von beiden Seiten viel Einsatz forderte, doch der PSV Neumünster war an diesem Tag einfach die stärkere Mannschaft.

Ein weiterer Titel für den PSV

Mit diesem Sieg sicherte sich der PSV Neumünster nicht nur den Kreispokal, sondern feierte auch den vierten Sieg in Folge im Kreispokal. Ein beeindruckender Erfolg, der die Mannschaft umso mehr motiviert, in der nächsten Saison endlich wieder eine bessere Platzierung in der Liga anzustreben. Der Pokalsieg war der perfekte Abschluss für eine Saison, die für beide Teams alles andere als einfach war.

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Besonders spannend bleibt die Entwicklung für den SV Wasbek. Sieben Spieler wechseln zur neuen Saison zum PSV Neumünster – eine Entscheidung, die das Team neu beleben könnte. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Wechsel auf die Dynamik im nächsten Jahr auswirken werden. Auch in anderen Regionen werden Pokalendspiele mit Spannung erwartet. So wird beispielsweise am 15. Mai 2026 die SG Neuental/Jesberg im Schwalm-Eder-Kreis gegen die FSG Gudensberg antreten. Die Vorfreude auf solche Ereignisse ist überall spürbar und zeigt, wie wichtig der Fußball für die lokale Gemeinschaft ist.