In der U-Bahn-Werkstatt Farmsen, ganz im Herzen Hamburgs, wird es so richtig sauber! Hier steht eine XXL-Waschanlage, die alles andere als gewöhnlich ist. Mit einer beeindruckenden Länge von 120 Metern sorgt sie dafür, dass die U-Bahn-Wagen nach 28 Tagen im Großstadtverkehr wieder frisch erstrahlen. Ein Waschgang dauert dabei gerade mal 40 Minuten – eine Zeitspanne, in der sich die U-Bahn in ein glänzendes Schmuckstück verwandelt.

Die Waschanlage ist ein wahres Wunderwerk der Technik, ausgestattet mit rund 30 rotierenden Bürsten, die jede Ecke der Waggons erreichen. Von der Portalbürste bis zur Faltenbalgbürste hat jede Bürste ihre ganz eigene Aufgabe. Und das alles geschieht mit einem Wasserverbrauch von 3500 Litern pro Waschgang! Aber keine Sorge, 2500 Liter davon werden als Brauchwasser wiederverwendet. Die restlichen 1000 Liter stammen aus einem Brunnen – klar, das ist kein Trinkwasser, aber für die Reinigung der U-Bahnen reicht es allemal.

Der Mann hinter dem Glanz

Gorden Jeschkeit, 50 Jahre alt und seit 20 Jahren bei der Hochbahn, ist der Mann, der den U-Bahn-Wagen die Frische verleiht. Seit einem Jahr ist er als Waschwagenfahrer in dieser besonderen Waschanlage tätig. Vor jedem Waschgang hat er eine wichtige Aufgabe: Er muss sicherstellen, dass alle Fenster der U-Bahn geschlossen sind. Das klingt simpel, ist aber unerlässlich, denn niemand möchte, dass Wasser durch offene Fenster ins Innere spritzt!

Heute hat sich Jeschkeit für eine Normalwäsche entschieden. Er fährt die U-Bahn des Typs DT5 in die Waschanlage und lässt die Maschinen ihre Arbeit tun. Während des Waschgangs werden die Klimafilter gewechselt und die U-Bahn mit einem Glanzspray imprägniert. Nach der Reinigung kann er mit einem zufriedenen Lächeln auf das Ergebnis blicken – die U-Bahn sieht aus, als wäre sie gerade frisch aus dem Showroom gekommen.

Ein Blick auf die Zahlen

Die U-Bahn-Werkstatt Farmsen hat eine lange Geschichte, sie existiert seit über 60 Jahren, während die Waschanlage seit Ende der 1980er Jahre in Betrieb ist. Im Jahr 2023 wurde sie umfassend saniert, um den neuesten Standards zu entsprechen. Täglich werden dort sechs bis sieben U-Bahnen gereinigt, und alle 28 Tage steht ein Zug zur technischen Überprüfung an. Ein Tochterunternehmen kümmert sich um die Innenreinigung, während Jeschkeit und sein Kollege für die Außenreinigung zuständig sind. Die Verkehrsbehörde unterstreicht immer wieder die Bedeutung von Sauberkeit im öffentlichen Nahverkehr – und das ist auch gut so!

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Die VDV-Statistik untermauert die Bedeutung von Sauberkeit im ÖPNV mit umfassenden Daten und Berichten. Hier wird deutlich, dass die Branche sich stetig weiterentwickelt und die Verbandsmitglieder stets bestrebt sind, die Qualität im öffentlichen Verkehr zu verbessern. In Zeiten, in denen Nachhaltigkeit und Hygiene mehr denn je im Fokus stehen, ist eine derartige Waschanlage nicht nur ein praktisches, sondern auch ein essentielles Element für eine saubere Zukunft im Nahverkehr.