In Schleswig-Holstein gibt es in letzter Zeit viel Gesprächsstoff rund um das Thema Schulabschlüsse auf dem zweiten Bildungsweg. Die SPD-Fraktion hat laut einem Bericht klare Forderungen aufgestellt: Es braucht bessere Möglichkeiten für all diejenigen, die ihren Schulabschluss nachholen möchten. Martin Habersaat, der bildungspolitische Sprecher der SPD, ist überzeugt, dass die aktuellen Bedingungen unnötig schwierig sind. Das Problem? Schleswig-Holstein hat eine höhere Quote an Schulabgängern ohne Abschluss im Vergleich zum Bundesdurchschnitt — und das ist ein Alarmzeichen!
Viele Erwachsene finden sich in einer misslichen Lage wieder. Oft sind Volkshochschulen die einzige Anlaufstelle für Menschen, die ihren Schulabschluss nachholen wollen. Die finanziellen Belastungen variieren dabei stark – von 0 bis 1.700 Euro, je nach Wohnort. Das Abitur kann zwar kostenlos an Abendgymnasien in Flensburg, Kiel und Lübeck nachgeholt werden, doch die Frage bleibt, ob es genügend Standorte für ein Flächenland wie Schleswig-Holstein gibt. Auch die fehlenden Online-Angebote für Schulabschlüsse sind ein großes Manko.
Forderungen und Unterstützung
Die SPD hat sich deshalb entschieden, 100.000 Euro Landesmittel aus dem Haushalt 2026 zu fordern, um die Bedingungen für den zweiten Bildungsweg zu verbessern und zu vereinheitlichen. Aber was sagt das Bildungsministerium dazu? Es gibt immerhin finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten wie Schüler-Bafög und Bildungsgutscheine von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter. Das klingt doch nach einem Schritt in die richtige Richtung!
Doch nicht nur Schleswig-Holstein hat Herausforderungen in diesem Bereich. In ganz Deutschland gibt es verschiedene Angebote und Informationsquellen, die helfen können. Die Bundesagentur für Arbeit hat eine informative Seite eingerichtet, die Bildungswege in Deutschland aufzeigt, einschließlich der Möglichkeiten, Schulabschlüsse nachzuholen. Dort findet man auch Links zu weiteren Angeboten in den Bundesländern. Wenn man beispielsweise nach Baden-Württemberg oder Bayern schaut, gibt es dort spezielle Programme für Berufstätige, um ihre Abschlüsse nachzuholen.
Vielfalt der Bildungswege
Schaut man über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus, gibt es eine Fülle an Möglichkeiten. In Nordrhein-Westfalen wird zum Beispiel das Projekt „Abitur Online“ angeboten. In Mecklenburg-Vorpommern können Erwachsene sogar gebührenfrei an Volkshochschulen ihren Schulabschluss nachholen. Das ist schon ganz schön verlockend! Wer in Sachsen lebt, hat die Wahl zwischen Abendoberschulen und Kollegs.
Und wie sieht es eigentlich mit den Voraussetzungen aus? Um an einer Berufsoberschule das Abitur zu machen, ist in der Regel ein mittlerer Schulabschluss sowie eine Berufsausbildung nötig. Aber keine Sorge – es gibt auch Wege für Teilnehmende ohne Berufsausbildung, die mehr Zeit in Anspruch nehmen. Ein bisschen Geduld und Durchhaltevermögen sind gefragt, aber es lohnt sich, schließlich öffnet ein Schulabschluss viele Türen.
Die Lage in Schleswig-Holstein ist also komplex, aber es gibt Hoffnung. Mit den richtigen Initiativen und Unterstützungen könnte der zweite Bildungsweg für viele Menschen ein gangbarer Pfad werden. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Situation entwickeln wird.