Heute ist der 8. Mai 2026 und wir werfen einen Blick auf die gesundheitliche Situation in Schleswig-Holstein. Atemwegserkrankungen sind momentan ein großes Thema. Husten, Schnupfen und Halsschmerzen scheinen an der Tagesordnung zu sein. Ärzte in der Region unterscheiden dabei zwischen verschiedenen Arten von Erkrankungen – von akuten Atemwegserkrankungen über grippeähnliche Symptome bis hin zu Influenza und weiteren Viren wie dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) und SARS-CoV-2. Interessante Einblicke bietet das Robert Koch-Institut (RKI) mit seinen aktuellen Daten zur Verbreitung dieser Krankheiten.
Aktuell gibt es in Schleswig-Holstein eine 7-Tage-Inzidenz von 0,1 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner. In der letzten Woche wurden lediglich 3 neue Fälle verzeichnet. Besonders betroffen sind die über 80-Jährigen mit einer Inzidenz von 0,9. Seit Beginn der Pandemie wurden in Schleswig-Holstein insgesamt 1.208.714 laborbestätigte Corona-Fälle registriert – eine Zahl, die einem die Schauer über den Rücken laufen lässt.
Grippewelle in Sicht
Doch nicht nur Corona ist ein Thema. In der letzten Kalenderwoche wurden 88 neue Influenza-Fälle gemeldet, was einer Grippe-Inzidenz von 2,99 entspricht. Besonders auffällig ist die Verteilung der Fälle auf die Altersgruppen: Bei den Kleinsten, den 0-4-Jährigen, wurden 26 neue Fälle erfasst, während die 5-14-Jährigen mit 25 neuen Fällen nur knapp dahinter liegen. Die Zahlen sprechen für sich und zeigen, dass die Grippe in diesem Jahr nicht nur ein schüchterner Besucher ist.
Für die 15-59-Jährigen gab es 32 neue Fälle, und auch die Senioren über 60 Jahre blieben mit 8 neuen Fällen nicht verschont. Allerdings sind die Inzidenzen für diese Altersgruppe mit 2,99 nicht so alarmierend wie bei den Jüngeren. In der Region Norden (West) Deutschlands scheint die Situation etwas angespannt zu sein: Akute Atemwegserkrankungen wurden mit 5.700 je 100.000 Einwohner erfasst, was die Vorwochen-Zahl von 5.200 deutlich übertrifft. Auch bei grippeähnlichen Erkrankungen sieht es mit 900 je 100.000 Einwohner nicht viel besser aus, und auch hier liegen die Werte über dem bundesweiten Durchschnitt.
Das RSV-Gespenst
Ein weiterer Akteur in diesem Gesundheitsdrama ist das RSV. In der Kalenderwoche 52 wurden 8 neue Fälle registriert, was jedoch 9 weniger als in der Vorwoche bedeutet. Mit einer RSV-Inzidenz von 0,27 je 100.000 Einwohner ist das Virus zwar nicht überaus aktiv, aber dennoch ein Grund zur Vorsicht.
Die Berichte des RKI sind dabei mehr als nur Zahlen. Sie geben einen detaillierten Einblick in die Häufigkeit der verschiedenen Erreger, die in den letzten Wochen unterwegs waren, und können uns dabei helfen, besser auf die derzeitige Lage zu reagieren. Vorbeugende Maßnahmen sind daher besonders wichtig: Regelmäßiges Stoßlüften, das Reduzieren von Kontakten und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes können helfen, die Übertragung zu minimieren.
Impfempfehlungen für die Bevölkerung
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Impfungen gegen Grippe und COVID-19 insbesondere für Personen ab 60 Jahren oder für Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. Üblicherweise erfolgt die Grippeimpfung ab Herbst, und interessanterweise kann auch die Auffrischimpfung gegen COVID-19 gleichzeitig mit der Grippeimpfung durchgeführt werden. Für die älteren Generationen, insbesondere Personen ab 75 Jahren und Bewohner von Pflegeeinrichtungen, wird auch eine RSV-Impfung empfohlen.
Gerade in dieser Zeit ist also Vorsicht geboten, dazu gehören auch Hygienepläne in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, die den Umgang mit Atemwegsinfektionen regeln. Wir sollten uns bewusst machen, dass der Impfschutz des medizinischen Personals von entscheidender Bedeutung ist, um die Gesundheit der Patienten zu sichern. In einem Land, das sich so stark auf seine Gesundheitssysteme verlässt, ist das eine grundlegende Verantwortung.