Heute, am 26. Juni 2026, legen die Saarbahnen in Saarbrücken für über zwei Tage den Betrieb nieder. Der Grund? Ein Streik, der von der Lokführer-Gewerkschaft GDL ausgerufen wurde. Ab 17:00 Uhr wird es bis Montag, 17:00 Uhr, still in den Straßenbahnen der Stadt. Das ist schon eine Ansage, wenn man bedenkt, dass die GDL zuvor in Berlin gesprächsbereit erschien, aber die Arbeitgeberseite, der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV), die nächste Verhandlungsrunde einfach abgesagt hat. Ein bisschen wie ein Spiel, bei dem der Ball immer wieder zurück ins Feld geschlagen wird, aber leider nicht zum Ziel führt.

Die GDL begründet den Streik mit dem Fehlen der Arbeitgeber-Vertreter beim vereinbarten Verhandlungstermin. Das passt nicht in die Vorstellung von fairen und offenen Gesprächen. Die GDL hat seit dem Scheitern der Verhandlungen am 21. Mai 2026 bereits vier Streikmaßnahmen durchgeführt, die den Eisenbahnverkehr der Saarbahn komplett zum Stillstand brachten. Das ist nicht einfach nur ein kleiner Aufstand, sondern ein deutliches Zeichen, dass die Lokführer klare Ansprüche haben. In einer Urabstimmung haben die GDL-Mitglieder mit 100 Prozent Zustimmung die Hinhaltetaktik des Arbeitgebers abgelehnt. Das zeigt, wie ernst die Lage ist.

Forderungen und Verhandlungsangebote

Die GDL hat einiges auf dem Zettel. Sie fordert unter anderem Entgelterhöhungen und strukturelle Verbesserungen des Entgeltsystems um 8 Prozent, rückwirkend zum 1. Januar 2026. Auch die dynamisierten Zulagen sollen um 8 Prozent steigen, und Weihnachtsgeld in Höhe von 100 Prozent steht auf der Wunschliste. Wer würde sich nicht über ein bisschen mehr Geld zu Weihnachten freuen? Zudem gibt es noch Zulagen für geteilte Schichten und den Einsatz auf zwei Schienensystemen, sowie eine Anhebung des Arbeitgeberbeitrags zur betrieblichen Altersvorsorge auf 2,4 Prozent. Das klingt nach einem umfangreichen Paket, das die GDL auf den Tisch legen möchte.

Eine interessante Wendung gibt es auch bezüglich der Verhandlungen. Die GDL hat der Saarbahn bereits angeboten, die Tarifverhandlungen erneut aufzunehmen. Allerdings, und das ist der Haken, nur wenn bis Freitag, den 19. Juni 2026, ein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt wird. Dieses muss mit den Abschlüssen anderer kommunaler Arbeitgeber, wie beispielsweise in Chemnitz oder Karlsruhe, vergleichbar sein und sich am Marktniveau orientieren. Sonst könnte es wieder zu neuen Streikmaßnahmen kommen, und das wollen wohl alle Beteiligten vermeiden.

Busverkehr bleibt unberührt

Eine kleine Erleichterung gibt es für die Pendler: Der Busverkehr der Saarbahn GmbH bleibt von den Streikmaßnahmen unberührt. Das bedeutet, dass es zumindest eine Möglichkeit gibt, um sich in der Stadt zu bewegen, ohne auf die Straßenbahn angewiesen zu sein. Es ist ein kleiner Lichtblick im Nebel der Ungewissheit, der über den Streiks schwebt.

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Die Berichterstattung über den Tarifstreit hat auch in den SR info-Nachrichten im Radio am 25. Juni 2026 für Aufsehen gesorgt. Es bleibt spannend, wie sich die Lage weiterentwickeln wird und ob die GDL und die Saarbahn einen Weg finden werden, um die Wogen zu glätten. Während die Lokführer für ihre Rechte kämpfen, stehen die Fahrgäste vor der Frage, wie sie ihre täglichen Wege bewältigen können. Und das ist nicht gerade einfach in einer Zeit, in der alles ein bisschen unberechenbar erscheint.

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