In Saarlouis gab es kürzlich einen musikalischen Höhepunkt, der die Herzen der Zuhörer und Juroren gleichermaßen berührte. Hadrien Fournier aus Oullins, Frankreich, hat den 11. Internationalen Saarlouiser Orgel-Kompositionswettbewerb gewonnen. Mit seinem beeindruckenden Werk, „Feux d’Artifice de Tanabata“, das auf der japanischen Folkloregeschichte von Tanabata basiert, sicherte er sich nicht nur den ersten Platz, sondern auch ein Preisgeld von 2500 Euro. Ganz ehrlich, das ist schon eine schöne Summe, die man nicht einfach so im Vorbeigehen gewinnt! Das Tanabata-Fest feiert die Göttin Orihime und ihren Geliebten Hikoboshi, die nur einmal im Jahr zusammenkommen dürfen. Ein romantisches Thema, das natürlich auch musikalisch fesseln kann.

Die Jury, die sich über sieben Stunden mit den eingereichten Kompositionen auseinandersetzte, hatte es nicht leicht. Fournier erhielt 14 Stimmen, während die Plätze zwei und drei mit 12 Stimmen punktgleich waren, was eine erneute Abstimmung erforderlich machte. Letztendlich ging der zweite Preis, der mit 1500 Euro dotiert ist, an Andreas Seemer-Koeper aus Dortmund, der mit „Aura für Sopran, Viola und Orgel“ überzeugte. Und dann war da noch Samuel Gaskin aus Texas, der in La Courneuve, Frankreich, lebt – er wurde für sein Werk „Triptych für Mezzo-Sopran und Orgel“ ausgezeichnet. Ein internationales Flair, das dem Wettbewerb eine besondere Note verleiht!

Ein Wettbewerb voller Talente

Insgesamt hatten 57 Teilnehmer aus zehn Ländern ihre neuen, unveröffentlichten Kompositionen eingereicht. Das ist eine beachtliche Anzahl! Die Ausschreibung ging an rund 2000 Komponisten, Musikhochschulen, Musikverlage und Presseorgane. Die Kriterien waren klar: Die Kompositionen mussten zwischen 8 und 10 Minuten dauern und auf die Disposition der 1987 erbauten MAYER-Orgel in der katholischen Kirche Saarlouis-Lisdorf abgestimmt sein. Wer hätte gedacht, dass die Orgelmusik so viele kreative Köpfe anzieht? Teilnehmer waren unter anderem aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und sogar den USA – man kann sagen, die Welt zu Gast in Saarlouis.

Die Preisverleihung findet am Samstag, den 24. Oktober, statt. Im Rahmen der Saarlouiser Orgeltage wird ein Preisträgerkonzert zur Uraufführung der Siegerkomposition in der Lisdorfer Pfarrkirche beginnen. Da darf man sich auf etwas ganz Besonderes freuen! Die Vorfreude steigt, und man fragt sich, welche Klänge uns dann wohl erwarten werden.

Ein würdiger Rahmen

Leider wurde der Wettbewerb vom Tod des Jury-Vorsitzenden Thomas Daniel Schlee überschattet, der im November im Alter von 68 Jahren verstarb. Ein Verlust, der in der Musikwelt spürbar ist. Prof. Thierry Escaich übernahm kommissarisch den Jury-Vorsitz. Weitere Mitglieder der Jury waren renommierte Persönlichkeiten wie Prof. Violeta Dinescu und Prof. Vincent Dubois, die alle dazu beitrugen, das Niveau des Wettbewerbs hochzuhalten. Man darf wirklich gespannt sein, wie die Werke der Preisträger im Konzert zur Geltung kommen und welche Emotionen sie bei den Zuhörern hervorrufen werden.

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Und für alle Komponisten da draußen: Die Ausschreibung für den nächsten Wettbewerb ist bereits in vollem Gange! Kompositionen für Orgel plus Gesangsstimme oder ein Solo-Instrument sind bis zum 31. März 2026 willkommen. Wer weiß, vielleicht wird ja der nächste Hadrien Fournier schon bald seine Musik in Saarlouis präsentieren. Bei dieser Vielzahl an Talenten darf man auf jeden Fall optimistisch sein!