Am vergangenen Wochenende hat die Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) des Hauptzollamtes Saarbrücken wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie wichtig ihre Arbeit ist. Auf dem Gelände des Technischen Hilfswerks in Kaiserslautern gingen den Beamten bemerkenswerte Funde ins Netz. Bei einer routinemäßigen Kontrolle eines Kleintransporters aus Rumänien, der auf dem Weg nach Paris war, wurden sage und schreibe 23.360 unversteuerte Zigaretten entdeckt. Es ist kaum zu fassen, dass die Zigaretten in Sitzmöbeln versteckt waren! Das zeigt mal wieder, wie kreativ die Schmuggler sind. Die Sicherstellung dieser Zigaretten verhinderte einen Steuerschaden von mehr als 4.800 Euro. Ein großer Erfolg für die Zöllner!

Bei der Kontrolle kam auch ein Scan Van des Hauptzollamts Darmstadt zum Einsatz, ein mobiles Röntgenprüfsystem, das es den Beamten ermöglichte, Unregelmäßigkeiten in zwei Sitzmöbeln schnell zu identifizieren. Der 35-jährige Fahrer des Kleintransporters wurde sofort in ein Steuerstrafverfahren verwickelt. Es ist schon erstaunlich, wie viele Menschen versuchen, durch solche Tricks dem Staat Steuern vorzuenthalten. Ehrlich gesagt, das ist nicht nur dreist, sondern auch gefährlich für die Gesellschaft.

Weitere Festnahmen

Doch das war noch nicht alles. Bei einer weiteren Kontrolle stießen die Zöllner auf einen 66-jährigen moldawischen Fahrer, gegen den gleich zwei offene Haftbefehle vorlagen. Komischerweise konnte er die ausstehende Geldstrafe von rund 2.400 Euro nicht begleichen. Und was passierte? Richtig, er wurde in die Justizvollzugsanstalt Zweibrücken eingeliefert, um die ersatzweise angeordnete Freiheitsstrafe zu verbüßen. Das lässt einen schon nachdenklich zurück, oder?

Die Ermittlungen in Bezug auf das Steuerstrafverfahren laufen übrigens noch weiter. Und so zeigt sich, dass moderne Kontrolltechniken wie die Röntgenüberprüfung äußerst wirksam sind. Manchmal denkt man, dass die Schmuggler aufgeben sollten, aber sie finden immer wieder neue Wege, um ihre illegalen Geschäfte abzuwickeln. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel, das anscheinend nie endet.

Schmuggel im großen Stil

In einem weiteren Kontext lässt sich sagen, dass solche Funde nicht isoliert sind. Ermittler haben einen großangelegten Schmugglerring aufgedeckt, der insgesamt 1,5 Milliarden unversteuerte Zigaretten in die EU geschmuggelt haben soll. Der Steuerschaden wird auf etwa 550 Millionen Euro geschätzt! Zehn Verdächtige wurden bereits festgenommen, und die Ermittlungen laufen seit Mai 2020. Man fragt sich, wie viele weitere solcher Netzwerke noch im Verborgenen agieren.

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Die ersten Hinweise auf diesen riesigen Schmuggel kamen aus Antwerpen, wo belgische Zollfahnder in Mai 2020 gleich drei Container entdeckten, die als Baumaterial deklariert waren, aber tatsächlich Zigaretten enthielten. Bei so vielen Zigaretten, die im Umlauf sind, ist es kein Wunder, dass der Zoll in Deutschland und Europa so gefordert ist. Die Bekämpfung dieser organisierten Kriminalität erfordert viel Aufwand und internationale Zusammenarbeit – und das wird wohl auch weiterhin eine große Herausforderung bleiben.

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