Am Samstag war es endlich soweit: Der 1. FC Saarbrücken trat im Finale des Saarlandpokals gegen den FC Homburg an und konnte mit einem packenden 4:2-Sieg die Trophäe mit nach Hause nehmen. Vor beeindruckenden 12.410 Zuschauern im Ludwigsparkstadion entwickelte sich ein Spiel, das wahrlich für die Geschichtsbücher geschrieben werden sollte. Manuel Zeitz, eine wahre Club-Legende, war derjenige, der den Pokal entgegennehmen durfte – ein Moment, der die Herzen der FCS-Fans höher schlagen ließ.

Der Beginn des Spiels war allerdings alles andere als vielversprechend für die Saarländer. In der 2. Minute brachte Kaan Inanoglu Homburg mit einem frühen Treffer in Führung, nachdem Markus Mendler den Ball perfekt zu ihm spielte. Der FCS tat sich in der ersten Halbzeit schwer – die Pässe waren oft ungenau, die Spieler schienen nicht wirklich in ihrem Rhythmus zu sein. Homburg hatte sogar weitere Chancen, unter anderem ein Schuss von Mendler, der nur knapp am Tor vorbeiging (22. Minute). Auch Sebastian Vasiliadis hätte für den FCS ausgleichen können, doch sein Versuch wurde von Homburgs Torwart Michael Gelt vereitelt (37. Minute).

Wende in der zweiten Halbzeit

Trainer Argirios Giannikis reagierte zur Halbzeit und brachte Rodney Elongo-Yombo für Vasiliadis. Und tatsächlich, Elongo-Yombo war es, der in der 53. Minute die Vorarbeit für Florian Pick leistete, der den Ausgleich erzielte. Plötzlich war der FCS wie ausgewechselt! Nur drei Minuten später, in der 56. Minute, netzte Mohamed Naïfi zum 2:1 ein und ließ die Saarbrücker Fans jubeln. Die Stimmung im Stadion kippte – von anfänglicher Nervosität zu purem Enthusiasmus.

Die Tore fielen nun wie am Fließband. In der 69. Minute erhöhte Brünker auf 3:1, und Dominic Baumann setzte in der 77. Minute noch einen drauf, als er zum 4:1 traf. Das Spiel schien entschieden. Doch Homburg gab nicht auf und Inanoglu erzielte in der Nachspielzeit das 4:2 (90.+6 Minute). Das tat der Freude der FCS-Anhänger keinen Abbruch. Der Sieg war für den FCS nicht nur der 13. Landespokal-Triumph, sondern sicherte auch das Ticket für den DFB-Pokal, was eine finanzielle Unterstützung von etwa 210.000 Euro mit sich bringt. Ein Grund zum Feiern!

Verletzungen und Abschiede

In der Freude über den Sieg gab es jedoch auch Schattenseiten. Maurice Multhaup verletzte sich und musste durch Amine Naïfi ersetzt werden. Zudem wird Elijah Krahn aufgrund eines Sehnenrisses im Knie für vier bis sechs Monate ausfallen. Ein schwerer Schlag für die Mannschaft, die sich gerade in diesem entscheidenden Moment befindet. Auch die Nachricht, dass Tim Civeja seinen Abschied bekanntgab, schmerzt. Mit fünf Toren und sieben Assists hat er in dieser Saison einen wichtigen Beitrag geleistet.

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Die Polizei berichtete von einem weitgehend positiven Einsatz während des Spiels, auch wenn es kleinere Provokationen zwischen den Fanlagern gab. Zwei unbeteiligte Fans wurden durch Knallkörper leicht verletzt, was den sonst so feierlichen Rahmen trübte. Aber insgesamt bleibt die Erinnerung an dieses spannende Finale – ein wahres Fußballfest in Saarbrücken.