Es gibt Bücher, die berühren und andere, die zum Nachdenken anregen – und dann gibt es Werke wie das von Simone Steiner, die auf ganz persönliche Weise erzählen. Die fünffach Mutter aus Lanzenkirchen hat mit ihrem neuesten Buch „Zufrieden reicht mir nicht“ im Wolfgang Hager Verlag einen Memoire veröffentlicht, das tief in ihr Leben eintaucht. Am Donnerstag, dem 7. Mai, um 18 Uhr, wird sie im Café Frau Tinz, Bahnstraße 41 in Neunkirchen, aus ihrem Buch lesen. Ein Termin, den man sich nicht entgehen lassen sollte!
Der Inhalt von Steiners Buch ist so vielschichtig wie das Leben selbst. Die ersten beiden Abschnitte widmen sich ihren Erfahrungen mit Mobbing während ihrer Schulzeit, angefangen mit 13 Jahren. Es ist eine Zeit, die für viele prägend ist – und oft mit schmerzhaften Erinnerungen verbunden. Der dritte Teil des Buches bietet einen Rückblick auf diese Erlebnisse aus der Sicht einer erwachsenen Frau. Man fragt sich, wie viele Narben Mobbing hinterlässt und wie sie sich im Laufe der Jahre verändern können.
Einblicke in die Mobbing-Thematik
Mobbing ist ein Thema, das in der heutigen Gesellschaft oft diskutiert wird – und das zu Recht. Laut einer Vielzahl von Studien, wie sie in der Literatur zu finden sind, gibt es zahlreiche Bücher, die sich mit den Auswirkungen und Präventionsstrategien auseinandersetzen. „Mobbing. Psychoterror am Arbeitsplatz, in der Schule und im Internet“ von Arentewicz et al. beleuchtet die verschiedenen Facetten dieser Problematik. Auch die Werke von Georg, die sich speziell mit Mobbing in Schulen befassen, verdienen Erwähnung.
Gerade in Schulen sollte Mobbing nicht unter den Tisch gekehrt werden. Bücher wie „Das mobbingfreie Klassenzimmer“ von Hiller und Weber geben Lehrern wertvolle Tipps an die Hand. Sie zeigen auf, wie man aktiv gegen Mobbing vorgehen kann – denn Ignorieren ist keine Lösung. Und auch die Eltern sind gefragt: „Das Anti-Mobbing-Buch“ von Jannan bietet wertvolle Einblicke und Hilfestellungen für betroffene Familien. Es ist klar, dass Mobbing ein gesamtgesellschaftliches Problem darstellt, das nicht nur die Betroffenen, sondern auch das Umfeld betrifft.
Ein Abend voller Emotionen
Die Lesung von Simone Steiner verspricht, ein Abend voller Emotionen zu werden. Man darf gespannt sein, wie ihre persönlichen Erfahrungen das Publikum erreichen werden. Es ist eine Gelegenheit, über Themen zu sprechen, die oft im Verborgenen bleiben. Vielleicht wird es auch einen Raum für Diskussionen und Austausch geben, was in unserer schnelllebigen Zeit umso wichtiger ist.
Der Weg von der eigenen Schulzeit bis zur Veröffentlichung eines Buches ist ein langer. Steiner zeigt, dass es sich lohnt, die eigenen Geschichten zu erzählen. Vielleicht bringt ihre Lesung auch den einen oder anderen dazu, sich mit seinen eigenen Erfahrungen auseinanderzusetzen und das Gespräch zu suchen. Am Ende bleibt nur zu sagen: Ein Blick in ihr Buch könnte sich als echter Gewinn erweisen.