Heute ist der 9.05.2026, und die Wassertemperaturen in Neunkirchen könnten nicht passender sein, denn der Schwimmunterricht steht vor der Tür! Schwimmen ist nicht nur eine erfrischende Möglichkeit, um die heißen Tage zu überstehen, sondern auch ein fester Bestandteil des österreichischen Lehrplans. Bewegung und Sport – das gehört einfach zusammen! Doch die Realität sieht etwas anders aus. Die Hallenbäder, die für den Schulschwimmunterricht von September bis Juni entscheidend sind, stehen vor finanziellen Herausforderungen, die die Verantwortlichen in den Kommunen stark belasten.
Bürgermeister Peter Teix von der ÖVP aus Neunkirchen und sein Kollege Karl Rudischer von der SPÖ aus Mürzzuschlag haben sich zusammengetan, um auf die Probleme aufmerksam zu machen. In einem offenen Brief an Bildungsminister Christoph Wiederkehr, datiert auf den 8. Mai 2026, fordern sie mehr finanzielle Unterstützung für die Gemeinden. Denn die Betriebskosten für die Hallenbäder sind hoch und steigen stetig. In Neunkirchen beispielsweise hat man ein Minus von rund 453.000 Euro im Jahr 2024 verzeichnet. Mürzzuschlag sieht sich sogar mit einem Defizit von 680.000 Euro konfrontiert.
Die Zahlen sprechen für sich
Der Blick auf die Besucherzahlen lässt erahnen, wie wichtig die Hallenbäder für die Region sind. Im Hallenbad Neunkirchen tummeln sich jährlich etwa 25.000 Schülerinnen und Schüler. Dazu kommen noch rund 53.000 weitere Besucher, die das Angebot nutzen. In Mürzzuschlag haben im Jahr 2025 etwa 4.900 Schülerinnen und Schüler das Hallenbad VIVAX besucht. Das zeigt deutlich, wie viele Bildungseinrichtungen auf diese Ressourcen angewiesen sind – in Neunkirchen nutzen 55 Schulen die Schwimmmöglichkeiten, in Mürzzuschlag sind es immerhin 11 weitere Institutionen. Es ist klar: Hier geht es nicht nur um das Vergnügen im Wasser, sondern um Bildung und Sicherheit!
Die finanzielle Belastung, die die Kommunen tragen müssen, ist nicht zu unterschätzen. Aktuell stehen sie nahezu allein da, wenn es um die Finanzierung der Hallenbäder geht. Das ist eine große Herausforderung, denn die Schwimmstätten sind nicht nur für die Schulen wichtig, sondern auch für die allgemeine Sicherheit und Gesundheit der Bevölkerung. Schwimmen zu lernen, ist für viele Kinder ein unverzichtbarer Bestandteil ihrer Entwicklung, und das sollte nicht an fehlenden Mitteln scheitern.
Ein Aufruf zur Unterstützung
Die Bürgermeister Teix und Rudischer haben sich entschieden, nicht tatenlos zuzusehen. Mit ihrem offenen Brief an den Bildungsminister machen sie Druck und fordern, dass der Bund mehr Verantwortung übernimmt. Es ist an der Zeit, dass die finanziellen Mittel aufgestockt werden, damit die Hallenbäder auch in Zukunft als wichtige Bildungsstätten für unsere Kinder bestehen bleiben können. Schließlich geht es um mehr als nur um ein paar Schwimmstunden – es geht darum, dass die nächste Generation sicher im Wasser ist!
Die Wellen schlagen hoch, und die Diskussion um die Hallenbäder wird sicherlich auch in den kommenden Wochen und Monaten weitergehen. Es bleibt zu hoffen, dass die Stimme der Gemeinden gehört wird und sie die notwendige Unterstützung erhalten, um die Schwimmkultur in Neunkirchen und Mürzzuschlag aufrechtzuerhalten. Denn eines ist sicher: Schwimmen kann nicht nur Leben retten, es bereichert auch unsere Gesellschaft und fördert die Gesundheit der Menschen – und das ist ein Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt!