Heute ist der 18.05.2026 und wir blicken zurück auf einen außergewöhnlichen Menschen, Dr. Bernhard Worms, der am 14. März 1930 in Stommeln das Licht der Welt erblickte. In einem bescheidenen Umfeld mit drei Geschwistern aufgewachsen, hat er sich von den bescheidenen Anfängen zu einer prägnanten Figur der Pulheimer Geschichte entwickelt. Peter Worms, sein Sohn, erinnert sich an seinen Vater als einen Menschenfreund, der gleichzeitig mit einem charmanten Schlitzohr gesegnet war. Am vergangenen Wochenende versammelten sich Weggefährten und Angehörige im Kulturcafé F., um Dr. Worms zu gedenken – ein bewegender Moment, der von Erinnerungen und herzlichen Anekdoten geprägt war.

Unter den Anwesenden waren nicht nur seine Witwe Hildegard, sondern auch enge Freunde und Weggefährten, die von den vielen Facetten seines Lebens berichteten. Norbert Rohde, der Präsident der KG „Ahl Häre“, würdigte Worms als einen hervorragenden Vermittler, während Ursula Schönewerk, Präsidentin des Pulheimer Sportclubs (PSC), seine Unterstützung für den Verein hervorhob. Der Abend war gefüllt mit Geschichten, die zeigen, wie sehr Dr. Worms sich für die Gemeinschaft und die Menschen in Pulheim eingesetzt hat. Harry Teckenburg, ein ehemaliger Briefträger, erzählte von der besonderen Freundschaft, die er mit Dr. Worms pflegte, und Fred Gassen, Mitbegründer des Pulheimer Männerchores, erinnerte sich an Worms‘ unermüdliche Unterstützung für die Chöre. Es war eine Zusammenkunft voller Wärme, die den Geist dieses bemerkenswerten Mannes lebendig hielt.

Ein Architekt der Veränderung

Dr. Bernhard Worms war nicht nur ein Politiker, er war der Architekt der kommunalen Neugliederung Pulheims im Jahr 1975 und gilt als Gründungsvater der Stadt. Er setzte sich leidenschaftlich für die Erhaltung Pulheims ein, insbesondere vor der Eingemeindung nach Köln, und stellte sicher, dass die Stadt ihre Eigenständigkeit bewahren konnte. Sein Engagement für das Pulheimer Schulzentrum und den PSC zeugt von seinem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse der Gemeinschaft. Von 1975 bis 1983 diente er als erster ehrenamtlicher Landrat des Rhein-Erft-Kreises und hinterließ in dieser Zeit einen bleibenden Eindruck.

Sein politischer Werdegang ist bemerkenswert: Nach seiner Lehre als Eisenhüttenkaufmann und einem Studium der Volkswirtschaftslehre war Worms ein aktives Mitglied der CDU. Er war Vorsitzender des CDU-Amtsverbands Pulheim, führte die CDU Rheinland und saß über 20 Jahre im Landtag von Nordrhein-Westfalen. In den 1990er Jahren war er sogar Mitglied des Bundestages und wurde Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung, wo er mit Minister Dr. Norbert Blüm an der Pflegeversicherung arbeitete. Dieses Engagement für die Gemeinschaft und die Gesellschaft brachte ihm zahlreiche Auszeichnungen ein, darunter das Bundesverdienstkreuz und den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen. 1986 wurde er zudem zum Ehrenbürger Pulheims ernannt.

Ein Leben voller Erinnerungen

Die Gedenkveranstaltung fand ihren emotionalen Höhepunkt am Grab von Dr. Worms auf dem Pulheimer Parkfriedhof. Peter Worms schilderte eine besonders berührende Begegnung mit einem Friedhofsgärtner, der von der Hilfe sprach, die sein Vater vielen Menschen zuteilwerden ließ. Diese Anekdoten zeichnen ein Bild von einem Mann, der nicht nur in politischen Ämtern brillierte, sondern auch als Mensch, der stets bereit war, anderen zu helfen. Der Abend endete mit dem Steiger-Lied, das Dr. Worms an seinen Geburtstagen sang – ein berührender Moment, der die Anwesenden zusammenführte und die Erinnerungen an ihn lebendig hielt.

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Dr. Bernhard Worms hinterlässt seine Frau Hildegard, drei Kinder und fünf Enkelkinder. Sein Erbe lebt nicht nur in den politischen Strukturen Pulheims weiter, sondern auch in den Herzen der Menschen, die er berührt hat. Die „Neuen Pullemer Verzällcher“ im Kulturcafé F. sind für 2026 angekündigt – eine perfekte Gelegenheit, die Geschichten und das Leben dieses bemerkenswerten Mannes weiterzugeben und sein Andenken zu bewahren.