Am 10. Juni 2026, einem Tag, der in der Vulkaneifel durchaus im Zeichen der Zukunft stand, versammelten sich die Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) in der Verbandsgemeindeverwaltung Gerolstein. Wie ein bunter Strauß an Ideen, so präsentierten sich 21 eingereichte Projekte, die im Rahmen des 6. LEADER-Förderaufrufs sowie des 3. Förderaufrufs „Regionalbudget“ um finanzielle Unterstützung wetteiferten. Die Spannung war greifbar, als das Entscheidungsgremium die eingereichten Anträge – 7 über LEADER und 14 über das Regionalbudget – unter die Lupe nahm. Und das aus gutem Grund: Die beantragten Fördermittel summierten sich auf rund 1,5 Millionen Euro! Das klingt nicht nur nach einer Menge Geld, sondern nach einer Menge Potenzial für die Region.

Unter den ausgewählten LEADER-Vorhaben sticht der „Neubau Dierscheider Turm“ der Verbandsgemeinde Wittlich-Land hervor, ein Vorhaben, das den Aussichtspunkt als Ausflugsziel aufwerten soll. Auch das Projekt „ZukunftsMacherInnen Vulkaneifel“ der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel mbH hat es in sich. Es bietet kleinen und mittleren Unternehmen sowie Soloselbstständigen Weiterbildungs- und Netzwerkangebote, die in dieser dynamischen Zeit besonders wichtig sind. Und wer hätte gedacht, dass in Stadtkyll ein Mehrgenerationenpark im Kyllpark entsteht? Ein neuer Erlebnis-Spielbereich und eine Versorgungsstation werden hier die Gemeinschaft stärken und die Natur erlebbar machen.

Ein Blick auf die Regionalbudget-Projekte

Aber auch die 14 eingereichten Projektanträge im Rahmen des Regionalbudgets haben einiges zu bieten. Acht davon wurden ausgewählt, und die Vielfalt ist beeindruckend. Ein barrierefreies Keramikatelier in Kaisersesch, ein Walderlebnisparcours in Deudesfeld und das „WEGE-Mobil“ der Verbandsgemeinde Daun zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements – das sind nur einige Highlights. Die Weiterentwicklung der Stadt Manderscheid und Projekte zur regionalen Wertschöpfung im Streuobstbereich zeigen, wie kreativ und zukunftsorientiert die Region aufgestellt ist.

Die nächste Phase für die Projektträger? Nun, die Begleitung durch das Regionalmanagement, die bis zur Antragstellung und Umsetzung reicht. Hier wird Unterstützung großgeschrieben, denn ohne ein starkes Netzwerk – das ist wie ein gutes Rezept, bei dem die Zutaten stimmen müssen – geht in der Umsetzung wenig. Man könnte sagen, die Region hat sich aufgemacht, um gemeinsam anpacken zu können.

Ein wichtiges Signal für die ländlichen Räume

Im Kontext der hessischen Landespolitik wird klar, wie wichtig solche Initiativen für die Stärkung ländlicher Räume sind. Die Handlungsfelder sind breit gefächert – von Daseinsvorsorge über Wirtschaft und Arbeit bis hin zu Freizeit, Kultur und Tourismus. Auch die Bioökonomie und Regionalität stehen hoch im Kurs. Die EU-Förderstrategie LEADER ist hier ein zentraler Baustein, der auf das Engagement der Regionen, politischer Entscheidungsträger und gesellschaftlicher Gruppierungen setzt.

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In einer Zeit, in der die Herausforderungen für ländliche Gemeinschaften nicht kleiner werden, ist es umso wichtiger, dass solche Projekte realisiert werden. Sie sind nicht nur ein Zeichen für Fortschritt, sondern auch für Zusammenhalt und Kreativität in der Region. Die Bewerbung für neue Förderperioden ist bereits möglich, und es bleibt spannend, welche Ideen die nächsten Monate bringen werden.