Ein Lichtblick im Krankenhaus: Bischof Ackermann bringt Trost und Nähe zu den Patienten
Heute, am 16.06.2026, gab es einen besonderen Besuch im Kreiskrankenhaus Saarburg, der für viele Patienten und Mitarbeiter ein Lichtblick war. Der Trierer Bischof Ackermann entschloss sich, an einem Sonntag das Kapellenteam zu begleiten und seine Nähe zu den Menschen zu zeigen. Nach der Messe machte er sich auf, um Patienten auf einer Station für Innere Medizin zu besuchen. Es war eine Gelegenheit, die für viele Anwesende nicht nur die Anwesenheit eines hohen kirchlichen Würdenträgers bedeutete, sondern auch die Möglichkeit, ein paar persönliche Worte zu wechseln.
Im Seniorenzentrum St. Franziskus Saarburg hatte der Bischof das Vergnügen, einen ehemaligen kirchlichen Mitarbeiter zu treffen. Kleinere Gespräche und Kontakte prägten den Tag, und die Atmosphäre war durchweg herzlich. Besonders interessant war der Austausch über die pastorale Arbeit im Krankenhaus und das Seniorenzentrum, an dem 18 Ehrenamtliche beteiligt sind, sowie Diakon Wacht und Pfarrer Zimmer. Es schien, als ob jeder dieser Ehrenamtlichen mit einem Lächeln im Gesicht von seiner Arbeit berichtete. Sie äußerten ihre Freude über den Dienst und die Wertschätzung, die sie von Patienten, Bewohnern und dem Krankenhauspfarrer erfahren.
Der Wert der menschlichen Zuwendung
Bischof Ackermann nahm sich Zeit, um den Ehrenamtlichen zu danken. Für ihn ist die menschliche Zuwendung, die in der Krankenhausseelsorge geleistet wird, von immenser Bedeutung. So viele Menschen sind in der schweren Zeit der Krankheit auf Trost und Begleitung angewiesen. Die Sakramente, die hier gespendet werden, bieten vielen einen Halt. Das ist nicht nur ein Dienst – das ist eine Berufung.
Wer Interesse hat, sich im Kapellenteam ehrenamtlich zu engagieren, kann sich direkt bei Pfarrer Michael Zimmer melden. Die Möglichkeiten sind vielfältig: vom Lektorendienst über die Kommunionspendung bis hin zu Patientenbesuchen, Blumenpflege oder dem Küsterdienst. Jeder kann aktiv werden, und die Aufgaben werden so vergeben, dass sie auch zu den persönlichen Vorlieben und Fähigkeiten der Freiwilligen passen. Nach einer gründlichen Einarbeitung werden die Ehrenamtlichen kontinuierlich begleitet, sodass sie sich sicher und unterstützt fühlen.
Seelsorgliche Begleitung in der Gemeinschaft
Die seelsorgliche Begleitung kranker Menschen ist eine zentrale Aufgabe jeder Pfarrgemeinde. Im Bistum Münster beispielsweise gibt es etwa 100 Krankenhäuser, wovon fast 60 in katholischer Trägerschaft sind. Über 120 hauptamtliche katholische Krankenhausseelsorger sind dort tätig. Oft arbeiten diese Seelsorger eng mit Besuchsdiensten der Gemeinden und der Katholischen Krankenhaus-Hilfe zusammen – den sogenannten „grünen Damen und Herren“. Diese Ehrenamtlichen bringen wertvolle Lebens- und Erfahrungskompetenz in die Seelsorge ein.
Eine gute Ausbildung ist für die seelsorgliche Tätigkeit unerlässlich. Ein Pilotprojekt zur Ausbildung ehrenamtlicher seelsorglicher Begleiter wurde entwickelt, und die Kurse bieten nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch Praktikumseinsätze unter fachlicher Begleitung. So wird das nötige Handwerkszeug für die Begleitung von kranken Menschen vermittelt. Die Möglichkeit zur Gruppensupervision gibt den Ehrenamtlichen zudem Raum zur Reflexion ihrer Erfahrungen.
Ein Netz der Unterstützung
Ehrenamtliche Seelsorger sind nicht nur in Krankenhäusern aktiv, sondern auch in Bereichen wie der Telefonseelsorge, Hospizbegleitung und Altenseelsorge. Die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten ist beeindruckend. Ob in der ambulanten oder stationären Seelsorge – überall wird Unterstützung gebraucht und geschätzt. Wenn jemand sich für die Ausbildung interessiert, ist der erste Schritt die Kontaktaufnahme zu den hauptamtlichen Krankenhausseelsorgern. Die Teilnahme an einem der Infotermine öffnet die Tür zu einem Qualifizierungskurs.
Die Arbeit der Ehrenamtlichen ist nicht nur eine Hilfe für andere – sie bereichert auch das Leben der Helfenden selbst. Es wird Raum geschaffen, um die eigene Rolle und den Auftrag zu klären, sich seelsorglich weiterzuentwickeln und die eigene geistliche Kompetenz zu erweitern. In diesem Sinne ist die Seelsorge eine lebendige Gemeinschaft, die weit über die Mauern des Krankenhauses hinaus wirkt und verbindet.
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