Ein junger Journalist auf Entdeckungsreise: Williams Praktikum in Neustadt
Eine spannende Woche für William Drey aus Mâcon, Frankreich, der mit seinen 15 Jahren bereits erste Schritte in der Welt des Journalismus wagt. Er hat ein Praktikum in der Lokalredaktion der RHEINPFALZ in Neustadt absolviert – und das ist nicht sein erster Besuch in dieser charmanten Partnerstadt. William besucht die Seconde, also die zehnte Klasse, am Lycée René Cassin und ist fest entschlossen, den deutsch-französischen Doppelabschluss AbiBac zu erlangen. Sein Interesse am Journalismus ist deutlich spürbar; er möchte täglich Neues entdecken und hat bereits Erfahrungen in der Medienbranche durch Praktika bei französischen Regionalzeitungen gesammelt.
Seine Deutschkenntnisse sind dank sechs Wochenstunden Unterricht und bilingualem Geschichtsunterricht recht solide. Dennoch gab es eine kleine Herausforderung: „Pfälzisch ist echt kompliziert!“, so William. Und auch die Essenszeiten sind nicht zu verachten—die Deutschen essen um 18 Uhr, während in Frankreich das Abendessen erst um 20 Uhr auf den Tisch kommt. Ein kleiner, aber feiner Unterschied, der vielleicht die kulturellen Eigenheiten beider Länder widerspiegelt.
Entdeckungsreise durch Neustadt
Während seines Praktikums hatte William die Gelegenheit, die Stadt zu erkunden. Er besuchte eine Eismanufaktur – wer kann schon einer leckeren Eiskugel widerstehen? – und war tief in Diskussionen zur Stadtentwicklung involviert. Auch das Hambacher Schloss, die Wolfsburg und die Stiftskirche standen auf dem Programm. Ein besonderer Blick fiel auf die gut erhaltene Innenstadt, doch die vielen Baustellen im Stadtgebiet zeugen von dem ständigen Wandel und der Weiterentwicklung Neustadts.
Die Schülergruppe aus Frankreich wird am Samstag nach Hause zurückkehren, aber William hat bereits Pläne für die Sommerferien: Ein Teil davon wird in London verbracht, bevor es in den Endspurt für das Abitur geht. Der Abibac, zu dem er strebt, ermöglicht ihm nicht nur den Erwerb des französischen Baccalauréat, sondern auch des deutschen Abiturs, was ihm den Zugang zu Universitäten in beiden Ländern eröffnet. Dabei wird der Unterricht in Fächern wie Geschichte und Geografie auf Französisch geführt, was seine Sprachkenntnisse weiter vertieft.
Ein Blick auf den Abibac
Der Abibac ist in Rheinland-Pfalz an einen bilingualen Zug gebunden, der Französisch als erste Fremdsprache hat. Schüler können nach der zehnten Klasse in diesen Zug wechseln, was für viele eine spannende Möglichkeit darstellt, ihre sprachlichen Fähigkeiten weiter auszubauen. In der Oberstufe werden spezielle Leistungskurse angeboten, die idealerweise als reine Abibac-Kurse organisiert sind. Diese Struktur fördert nicht nur das Sprachenlernen, sondern auch die Entwicklung einer breiteren Denkweise, die in der heutigen globalisierten Welt von großem Vorteil ist.
Die bilingualen Zweige sind an vielen Schulen in Deutschland zu finden und folgen den deutschen Lehrplänen. Das bedeutet, dass Schüler auch in der Partnersprache unterrichtet werden, was nicht nur ihre Sprachkompetenz stärkt, sondern auch ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich erhöht. Ein echtes Plus für die Zukunft!
William denkt nun darüber nach, ob er Journalismus oder internationale Politik studieren möchte—zwei Felder, die ihm die Möglichkeit bieten, die Welt um sich herum zu verstehen und zu gestalten. Ein aufregender Weg, der mit einem soliden Fundament im Abibac-Programm beginnen kann.
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