Die Stadt Speyer erlebte am Montag, den 13. Juli 2026, einen ganz besonderen Moment, der die Herzen der Ornithologen und Naturliebhaber höher schlagen ließ. Denn im Nordwestturm des Speyerer Doms hat ein Turmfalkenpärchen Einzug gehalten und einen Brutkasten besiedelt. Diese Nachricht bringt nicht nur Freude, sondern auch einen Hauch von Abenteuer in die historische Kulisse des Doms. Vor einigen Wochen wurde das Paar bereits bei der Paarung beobachtet – ein Zeichen, dass sie sich hier wohlfühlen.

Ursprünglich wurde der Brutkasten als Ausweichmöglichkeit für Uhus eingerichtet. Doch die Nistkästen in den Osttürmen mussten aufgrund von Sanierungsmaßnahmen entfernt werden. Erinnerungen an die letzten erfolgreichen Brutversuche von Uhus am Dom aus dem Jahr 2020, bei denen drei Junge das Licht der Welt erblickten, werden wach. Jetzt scheint der Turmfalken-Nachwuchs die neue Hoffnung zu sein! Immerhin nisten Turmfalken regelmäßig am Dom, zuletzt sogar in der Regenrinne der Apsis.

Die Kunst des Nistens

Die Wahl des Nistplatzes ist für Turmfalken nicht unbedeutend. Diese Vögel sind Kulturfolger und haben sich in der Vergangenheit oft hohe Gebäude wie Kirchtürme oder Lagerhäuser als Brutstätte ausgesucht. Der Brutkasten sollte idealerweise an der Süd- oder Ostseite angebracht werden. Ein Vorbau, der als Sitzwarte dient, ist ebenfalls empfehlenswert. Das hilft den Altvögeln beim Ausruhen und bietet den Jungvögeln Unterstützung bei ihren ersten Flugversuchen. Immerhin – der Flugraum sollte sicher und einladend sein!

Die Dombaumeisterin Hedwig Drabik äußerte sich erfreut über den jüngsten Nachwuchs und die Nutzung der Brutstätte durch die Falken. „Es ist einfach großartig zu sehen, wie die Natur ihren Weg findet, selbst in der urbanen Umgebung“, bemerkte sie mit einem Lächeln. Und das ist wahrlich kein Wunder: Turmfalken haben ganz besondere Ansprüche an ihren Nistplatz. Der Kasten sollte mindestens vier Meter über dem Boden hängen, um Nesträuber fernzuhalten. Das zeigt, wie wichtig es ist, den richtigen Standort zu wählen – die Höhe schützt die kleinen gefiederten Freunde vor ungebetenen Gästen.

Ein Flugverbot für die Ruhe der Falken

Ein wichtiger Aspekt in dieser Geschichte ist das Flugverbot für Drohnen im Umkreis des Doms. Es soll sichergestellt werden, dass die Brutpaare nicht gestört werden. Schließlich ist der Schutz der Brutstätten unerlässlich. Hier kommt der NABU ins Spiel, der sich unermüdlich für den Schutz von Vögeln einsetzt, da viele Arten bedroht sind. Ein Engagement, das auch in dieser Region von Bedeutung ist, angesichts der Herausforderungen, die der Lebensraum für unsere gefiederten Freunde mit sich bringt.

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Wenn wir an die Zukunft der Turmfalken am Dom denken, können wir nur hoffen, dass dieser Nachwuchs gedeiht und die Tradition des Nistens in dieser beeindruckenden Kulisse fortsetzt. Denn der Speyerer Dom ist nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein Ort, an dem sich Natur und Kultur auf harmonische Weise begegnen.

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