In der Halle 101 in Speyer, einem Ort, der für seine lebendige Musikkultur bekannt ist, fand kürzlich ein ganz besonderer Workshop statt. Ryan Roxie, der Leadgitarrist von Alice Cooper, ließ es sich nicht nehmen, seine Erfahrungen und sein Wissen mit den rund 40 Besuchern zu teilen. Die Teilnehmer hatten ihre eigenen Gitarren und Verstärker mitgebracht, um hautnah von einem Rockstar zu lernen. Roxie, der seit 1996 mit Alice Cooper auf der Bühne steht, war am Vorabend etwas über die Stränge geschlagen – Cocktails in einem lokalen Café machen müde, das kennt man ja. Dennoch schien seine Leidenschaft für die Musik alle Müdigkeit zu vertreiben.

Der Kontakt zu Roxie kam durch einen Bekannten eines Vereinsmitglieds zustande, der bei einem Hersteller von Effektgeräten arbeitet. So viel Glück! Während des Workshops ließ Roxie die Teilnehmer nicht nur über Technik und Stil reden, sondern gab auch Einblicke in seine eigene Methode, die System 12 Guitar Method. Diese Übungsmethode hat er entwickelt, um jungen Gitarristen dabei zu helfen, sich im Dschungel der Klänge zurechtzufinden. Er sprach darüber, wie wichtig es ist, eine Gitarre gut zu stimmen und gab Ratschläge für das Lernen von Soli – „verinnerlicht die Melodie“, lautete sein Tipp. Ein einfacher, aber wirkungsvoller Zugang!

Ein Rockstar in der Region

Nach dem Workshop trat Roxie spontan im Domgarten-Café und im Flaming Star auf, wo er seine eigenen Songs sowie einige Klassiker von Alice Cooper zum Besten gab. Es war ein Erlebnis, das die Anwesenden sicher nicht so schnell vergessen werden. „Das hier ist wie Woodstock und CBGB’s in einem“, bemerkte er mit einem Augenzwinkern. Dabei lobte er auch den Klang der Halle 101, die er als „natural hall“ bezeichnete – eine echte Freude für jeden Musiker, der die Akustik liebt. Auch die regionale Kultur interessierte ihn brennend, besonders die Brezel und die Schorle, die er mit einem schmunzelnden Kommentar über die Badener Tradition genoss.

Seine musikalische Reise begann in der Hollywood-Club-Szene mit der Band Candy, und seitdem hat er sich einen respektierten Namen im Rock-Genre gemacht. Von der Zusammenarbeit mit Slash’s Snakepit bis hin zu seinen eigenen Projekten wie Roxie 77 und Dad’s Porno Mag – Roxie hat sich in der Rockwelt einen festen Platz erarbeitet. Sein neuestes Soloalbum „Imagine Your Reality“ und die Singles „Fight Another Day“ sowie „Better Than You“ zeigen, dass er immer noch kreativ am Puls der Zeit ist.

Ein Blick auf die Rockgeschichte

Rockmusik hat die kulturelle Landschaft seit den 1950er-Jahren stark geprägt. Als Ausdruck eines Lebensgefühls und nicht nur als bloße Unterhaltung hat sie Generationen beeinflusst. Jugendliche, die Rock hörten, positionierten sich oft gegen das Establishment und fanden in der Musik einen emotionalen Anker in unsicheren Zeiten. Diese Subkulturen entstanden in urbanen Zentren wie London, Hamburg und New York und betonten Individualität und Zugehörigkeit.

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In den letzten Jahrzehnten hat sich Rockmusik zwar transformiert, bleibt aber ein Symbol für Widerstand und persönliche Entfaltung. Alte Klassiker werden weiterhin millionenfach gehört, während neue Bands die Ästhetik der Rock-Ära aufgreifen und weiterentwickeln. Die Bedeutung von Rockmusik ist nicht zu unterschätzen – sie ist ein Teil unserer kulturellen Identität und ein Weg, sich in der Welt auszudrücken. Die Leidenschaft und Energie, die an diesem Workshop-Tag in Speyer spürbar waren, sind ein Zeichen dafür, dass die Rockmusik weiterhin lebendig ist und auch in Zukunft junge Menschen inspirieren wird.

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