Rückzug von TE Connectivity und Mann+Hummel: Ein Doppelschlag für Speyer

Speyer steht am 6. Mai 2026 vor einem schweren Schicksal. TE Connectivity hat angekündigt, die Produktion am Standort bis Dezember 2028 schrittweise zu beenden. Das ist eine traurige Nachricht für die Region, denn etwa 630 Beschäftigte in der Produktion sind davon betroffen. Ein Rückzug, der nicht nur die Arbeitsplätze der Betroffenen in Gefahr bringt, sondern auch die wirtschaftliche Stabilität der Stadt selbst. Und als wäre das nicht genug, kündigte vor drei Wochen auch Mann+Hummel seinen Rückzug an. Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) ist sichtlich besorgt und kritisiert die Entscheidung des irischen Konzerns scharf.

„Über 1.200 Industriearbeitsplätze innerhalb von nur drei Wochen auf der Streichliste“, so Seiler. Das lässt aufhorchen. Die Verantwortlichen bei TE Connectivity und Mann+Hummel begründen ihren Rückzug mit einer schwachen Nachfrage in Westeuropa, steigendem Kosten- und Wettbewerbsdruck und der Notwendigkeit, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Doch die Oberbürgermeisterin ist sich sicher: Die Rückzüge haben nichts mit der Leistung der Beschäftigten zu tun. Diese haben sich über viele Jahre hinweg bewährt und stets ihr Bestes gegeben.

Ein Appell an die Politik

Seiler hat klare Forderungen an die Bundes- und Landesregierung gerichtet. „Wir können den Strukturwandel, insbesondere in der Automobilindustrie, nicht allein abfedern“, betont sie. Ihre Stimme ist eindringlich, und sie fordert konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der betroffenen Mitarbeiter. Die IG Metall hat bereits reagiert und sich gegen die geplante Schließung bei Mann+Hummel gewehrt. Sie fordert Gespräche über Alternativen. Eine kluge Strategie, denn in Speyer stehen 600 Jobs bei Mann+Hummel auf der Kippe.

Die Situation ist angespannt. Die Stadt Speyer hat die Unternehmen aufgefordert, ergebnisoffene Verhandlungen mit der Arbeitnehmervertretung zu führen und alle Optionen zu prüfen. „Wir geben nicht auf!“, so Seiler. Es ist mehr als nur ein Kampf um Arbeitsplätze; es geht um die Zukunft der Stadt und ihrer Menschen. Die Betroffenen sind nicht nur Zahlen auf einem Blatt, sondern Teil des sozialen Gefüges, das Speyer ausmacht.

TE Connectivity im Fokus

TE Connectivity, ein Unternehmen, das elektronische Steckverbinder und Netzwerktechnik produziert, hat Produkte, die in der Automobilbranche, Luft- und Raumfahrt, Verteidigungssystemen und Telekommunikation eingesetzt werden. Ihre Entscheidungen haben weitreichende Folgen, nicht nur für die Mitarbeiter, sondern auch für die lokale Wirtschaft. Mit jedem Arbeitsplatz, der verloren geht, schwindet auch die Kaufkraft der Menschen in Speyer. Ein Teufelskreis, der schwer zu durchbrechen ist.

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Die Stadt und ihre Bürger müssen sich jetzt fragen: Wie kann man den Strukturwandel bewältigen? Welche Alternativen gibt es, um die verloren gegangenen Arbeitsplätze zu ersetzen? Die Herausforderungen sind groß, aber aufgeben ist keine Option. Seiler und die Stadtverwaltung stehen bereit, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Es wird Zeit, dass auch die Politik auf die Rufe aus Speyer hört und handelt. Denn die Menschen hier verdienen eine Perspektive!