Der Traum vom Pokal hat sich für den FK Pirmasens in der letzten Sekunde in Luft aufgelöst. Im Verbandspokal trafen die Pirmasenser auf Schott Mainz und hatten die Chance, den Titel zu verteidigen und sich für den DFB-Pokal zu qualifizieren. Doch das Schicksal hatte andere Pläne. In der zweiten Minute der Nachspielzeit erzielte Etienne Portmann das entscheidende Tor zum 2:1 für die Mainzer. Abdellatif El Mahaoui hatte mit einem cleveren Kopfball im Strafraum die Vorlage gegeben. Was für ein Schock!
Die Szenen auf dem Platz waren emotional. Pirmasens-Torwart Benjamin Reitz musste sich in jener entscheidenden Minute eingestehen, dass der Traum geplatzt war. Trainer Daniel Paulus, trotz der Enttäuschung, zeigte sich stolz auf seine Jungs. Es war eine packende Partie, die mit einem bitteren Ende für Pirmasens endete – ein ähnliches Schicksal hatten sie bereits in der ersten DFB-Pokal-Runde gegen den Hamburger SV erfahren müssen.
Ein unvergessliches Duell
Die Atmosphäre vor dem Spiel war elektrisierend. Fans beider Lager pilgerten durch Weingarten, und die Zuschauerzahl von 1512, vorwiegend bestehend aus Pirmasens-Anhängern, schürte die Erwartungen. Unter den Zuschauern war auch Nadiem Amiri, ein Nationalspieler – ein kleines Highlight in einem ohnehin spannenden Match.
In der ersten Halbzeit zeigte der TSV Schott Mainz eine durchdachte Taktik. Die Mannschaft setzte auf einen risikofreien Spielaufbau mit hohen Bällen hinter die Abwehr. Doch Pirmasens war keineswegs chancenlos. Sie hatten einige gefährliche Angriffe, unter anderem ein Tor von Nico Wiltz in der 29. Minute, das den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1 brachte. Ein weiteres Tor wurde in der 45.+2 Minute wegen Abseits nicht anerkannt – die Spannung war greifbar!
Emotionale Momente und Kampfgeist
Jan Just, der Verteidiger des TSV, hatte in der 21. Minute das erste Tor für seine Mannschaft erzielt. Der Wille zum Sieg war deutlich spürbar, auch wenn Pressingsequenzen eher selten waren. In der 55. Minute gab es eine umstrittene Szene, als Just ein Foul beging, das möglicherweise eine rote Karte hätte nach sich ziehen können. Am Ende des Spiels waren beide Bänke mit roten Karten konfrontiert – das zeigt, wie hitzig das Duell war!
Die Emotionen waren nicht nur auf dem Platz spürbar. FKP-Kapitän Yannick Grieß bemerkte den Unterschied in der Stimmung zwischen den beiden Fanlagern. Es war eine Rivalität, die mit jedem Spiel weiter angeheizt wird. Sascha Meeth, der sportliche Leiter und zukünftige Trainer des TSV, war besonders glücklich für Samuel Horozovic, der seine Karriere beim TSV beendete. Portmann, der das entscheidende Tor erzielte, bezeichnete den Moment als „unfassbar“. Ein emotionaler Abschied nach sechs Jahren!
Mit diesem Sieg zieht Schott Mainz zum vierten Mal in die nächste Runde des DFB-Pokals ein, während Pirmasens nun seine Hoffnungen auf den Pokal begraben musste. Die nächsten Runde des DFB-Pokals wird am 28. Oktober 2023 ausgetragen, und die Spannung steigt, wenn die Spiele zwischen Hallescher FC und VfL Bochum sowie FC Augsburg und VfL Bochum fortgesetzt werden. Schott Mainz wird sich nun auf die kommenden Herausforderungen vorbereiten, während Pirmasens noch eine Zeit lang mit der Enttäuschung umgehen muss.