Im Zoo Neuwied gibt es aufregende Neuigkeiten: Ein neues Gepardenweibchen namens „Rosi“ hat ihr Zuhause gefunden! Die charmante Gepardin zog Mitte April 2023 in die Einrichtung ein und bringt frischen Wind in den Zoo. Geboren wurde sie im September 2024 im Allwetterzoo Münster. Die erste Zeit lebt sie auf einer separaten Anlage, um sich an die Umgebung zu gewöhnen und den neuen Gerüchen und Geräuschen zu trotzen. Das Umsperren klappt bereits ganz prima – sie hat sich gut eingelebt und zeigt, dass sie ihren eigenen Kopf hat.

Doch der Grund für Rosis Einzug ist nicht nur ihre Persönlichkeit, sondern auch eine ernsthafte Mission: Gemeinsam mit dem neun Jahre alten Gepardenkater „Sikio“, der seit 2019 im Zoo Neuwied lebt, soll sie für Nachzucht sorgen. Die beiden Geparden müssen sich zunächst hören, sehen und riechen, bevor sie zusammen auf eine Anlage gelassen werden. Wenn es zwischen den beiden funkt, kann das sogar in einer rasanten Verfolgungsjagd enden – eine Art Fitnesstest, der für den Eisprung von Rosi entscheidend ist. Es ist spannend zu beobachten, wie sich diese Dynamik entfalten wird!

Hoffnung auf Nachzucht

Die Gepardenzucht im Zoo Neuwied hat in der Vergangenheit einige Rückschläge erlebt. Im Herbst 2022 mussten die Geparden „Chomo“ und „Lianne“ aufgrund von Krankheiten eingeschläfert werden, was für das Zoo-Team ein herber Verlust war. Die letzte erfolgreiche Nachzucht liegt schon lange zurück – das war 2011. In der Zeit dazwischen gab es immer wieder Probleme, da die vorherigen Tiere nicht genügend Harmonie zeigten, was Paarungen erschwerte. Doch das Team hofft, dass die Kombination aus Rosi und Sikio die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Erhaltungszucht verbessert. Schließlich sind Geparden nicht nur die schnellsten Landsäugetiere, die rasante 100 Stundenkilometer erreichen können, sondern auch in freier Wildbahn stark bedroht. Der Zoo spielt somit eine wichtige Rolle im Artenschutz.

Die Geparden sind faszinierende Tiere, die als Einzelgänger leben. Während die Weibchen ein festes Revier haben, streifen die Männchen oft allein oder in Brüdergruppen umher. Diese Verhaltensweise macht die Paarung zu einem interessanten Prozess – eine Verfolgungsjagd kann durchaus der Beginn von etwas Großem sein. Abgesehen von der Zucht ist es natürlich auch ein augenzwinkerndes Schauspiel, das die Besucher begeistert.

Mit Rosi an Bord sind die Hoffnungen des Zoo-Teams hoch und es bleibt spannend zu beobachten, ob sie und Sikio die Herausforderung annehmen und vielleicht schon bald den ersten Nachwuchs präsentieren können. Die Zuschauer dürfen sich auf aufregende Zeiten im Zoo Neuwied freuen!

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