In Neustadt an der Weinstraße wird es heute, am 5. Mai, ganz besonders spannend. Der Vortrag mit dem Titel „Wem gehört das Hambacher Schloss?“ verspricht, tief in die autoritär-populistischen Deutungen des Hambacher Festes einzutauchen. Ab 18 Uhr haben Interessierte die Möglichkeit, im Casimirianum, Ludwigstr. 1, mehr über die Vermittlung und das Leben von Demokratie und ihrer Geschichte zu erfahren. Wer hätte gedacht, dass ein Schloss so viel über unsere gesellschaftlichen Strömungen verraten kann?

Die Referenten, Annalena Groppe und Ulrich Riehm, bringen frische Forschungsergebnisse und spannende Einblicke mit. Groppe, die sich an der Friedensakademie Rheinland-Pfalz mit Friedenspädagogik und Demokratie beschäftigt, hat bereits eine Dissertation zu Konflikten um das Hambacher Schloss verfasst. Und Riehm, als Mitglied des Freundeskreises Hambacher Fest 1832, wird sicher auch eine interessante Perspektive auf die historische Bedeutung des Festes bieten. Moderiert wird die Veranstaltung von Martina Horak-Werz von OMAS GEGEN RECHTS Neustadt/Weinstraße, einer Initiative, die zivilgesellschaftliches Engagement gegen den Rechtsruck fördert.

Ein starkes Netzwerk für Demokratie

OMAS GEGEN RECHTS hat sich in der Region einen Namen gemacht. Mit über 30.000 Mitgliedern deutschlandweit und einer aktiven Ortsgruppe in Neustadt seit Februar 2024, die mittlerweile über 200 Mitglieder zählt, wird hier das Engagement für Demokratie, Menschenrechte und Gleichberechtigung großgeschrieben. Die Initiative organisiert nicht nur Mahnwachen und Diskussionsveranstaltungen, sondern ist auch im Regionalen Bündnis gegen Rechts aktiv. Diese Vielfalt an Aktivitäten sorgt dafür, dass die Botschaft klar und deutlich ankommt: Solidarität und Freiheit sind das A und O für eine funktionierende Gesellschaft.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Solidarischer Frühling Neustadt ’26“ und wird in Kooperation mit dem Laboratorium Bildungsnetzwerk Casimirianum, der Friedensakademie RLP und dem Freundeskreis Hambacher Fest 1832 durchgeführt. Das alles zeigt, dass hier ein starkes Netzwerk an Organisationen zusammenarbeitet, um die Werte von Demokratie und Solidarität in der Gesellschaft zu stärken.

Eine Auszeichnung für Engagement

Es ist erwähnenswert, dass OMAS GEGEN RECHTS kürzlich mit dem Brückenpreis 2024 in der Kategorie „Bürgerschaftliches Engagement gegen soziale Benachteiligung, Ausgrenzung, Hass und Diskriminierung“ von Ministerpräsident Alexander Schweitzer ausgezeichnet wurde. Das spricht Bände über die Relevanz und den Einfluss dieser Initiative. Denn in Zeiten, in denen die gesellschaftlichen Spannungen zunehmen, ist es wichtig, dass sich Menschen gemeinsam für einen respektvollen Umgang miteinander einsetzen.

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Die Veranstaltung heute bietet nicht nur Informationen, sondern auch eine Plattform für den Austausch von Ideen und Erfahrungen. Es wird spannend sein zu sehen, welche Impulse aus den Diskussionen hervorgehen werden. Das Hambacher Schloss, ein Symbol für Freiheit und Demokratie, wird somit zum Schauplatz eines lebendigen Dialogs über die Herausforderungen, die unsere Gesellschaft heute prägen. Wer sich für die Zukunft unserer Demokratie interessiert, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen!