Zukunftsweisende Kooperation: Rhein-Lahn-Kreis und Mayen-Koblenz kämpfen gemeinsam gegen den Fachkräftemangel im Gesundheitsdienst
Der Rhein-Lahn-Kreis und der Landkreis Mayen-Koblenz haben sich zusammengetan, um ein wichtiges Zeichen im Kampf gegen den Fachkräftemangel im Öffentlichen Gesundheitsdienst zu setzen. Mit einer neuen Verwaltungsvereinbarung, die jetzt in Kraft tritt, soll der Grundstein für eine nachhaltige Facharztausbildung gelegt werden. Diese Initiative ist nicht nur ein Schritt in die richtige Richtung, sondern auch ein dringender Aufruf an die Gesundheitsämter, die medizinische Expertise in der Region zu sichern. Es ist kein Geheimnis, dass die Zahl der Ärztinnen und Ärzte mit Weiterbildungsbefugnis in Deutschland stetig sinkt, während gleichzeitig ein Generationswechsel in vielen Gesundheitsämtern bevorsteht. Ein bisschen wie das alte Sprichwort: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“
Um dem entgegenzuwirken, wurde ein gemeinsamer Weiterbildungsverbund geschaffen. Dieser Verbund ermöglicht es Ärztinnen und Ärzten, ihre Weiterbildung kreisübergreifend zu absolvieren. Das klingt nicht nur praktisch, es ist es auch! Geplant sind verschiedene Maßnahmen: Stationen in Gesundheitsämtern, gemeinsame Fortbildungen, Hospitationen, Fallkonferenzen und sogar digitale Austauschformate. So können die angehenden Fachkräfte ein breiteres Erfahrungsspektrum sammeln und sich optimal auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereiten. Um es in den Worten von Erstem Kreisbeigeordneten Pascal Badziong und Landrat Jörg Denninghoff zu sagen: Es ist entscheidend, eigene Fachkräfte auszubilden, um die Qualität im Gesundheitsdienst langfristig zu sichern.
Ein starkes Fundament für die Zukunft
Die Vereinbarung ist auch Voraussetzung für die Anerkennung der Verbundweiterbildung durch die Ärztekammer. Das ist ein entscheidender Punkt, denn ohne diese Anerkennung wären viele der geplanten Maßnahmen kaum umsetzbar. Und was wären die Gesundheitsämter ohne eine qualifizierte und praxisnahe Ausbildung? Schließlich spielt der Öffentliche Gesundheitsdienst eine zentrale Rolle bei Fragen des Infektionsschutzes, bei Schuleingangsuntersuchungen, amtsärztlichen Begutachtungen und der gesundheitlichen Beratung. Man könnte fast sagen, sie sind die stillen Helden im Gesundheitssystem.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie wichtig diese Initiative ist. Laut den Daten der Gesundheitspersonalrechnung zum 31.12. des Berichtsjahres sind im Gesundheitswesen eine Vielzahl von Beschäftigten tätig, darunter Selbständige, Beamtinnen und Beamte, Angestellte, Zivildienstleistende und viele mehr. Diese Erhebungen bieten wertvolle Einblicke in die Struktur des Gesundheitsdienstes. Umso wichtiger ist es, dass die Gesundheitsämter gut ausgebildetes Personal haben, das für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet ist.
Die Erfassung des Personals geschieht nach verschiedenen Kriterien wie Alter, Geschlecht, Berufen und Einrichtungen. Diese detaillierten Daten sind ein wesentlicher Bestandteil des „Regionalen Gesundheitspersonalmonitorings“ und helfen dabei, den Bedarf an Fachkräften besser zu verstehen und gezielt zu reagieren. Mit der neuen Vereinbarung zwischen dem Rhein-Lahn-Kreis und dem Landkreis Mayen-Koblenz wird ein weiterer Schritt in Richtung einer stabilen und verlässlichen Gesundheitsversorgung in der Region gemacht. Die Bevölkerung kann sich freuen, denn die Weichen für eine gesunde Zukunft sind gestellt!
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