Es ist mal wieder so weit – die Straßenbauarbeiten an der Südtangente Koblenz nehmen Fahrt auf. In den letzten Wochen haben wir uns schon daran gewöhnt, dass die Abfahrt zur B9 in Fahrtrichtung Koblenz/Boppard gesperrt ist. Nun, die Instandsetzungsmaßnahmen an der B327 erfordern eine Fortsetzung dieser Vollsperrung bis Ende 2026. Das betrifft nicht nur Pendler, sondern auch den Verkehr aus dem Hunsrück. Na, wenn das nicht nach einer Herausforderung klingt!
Für alle, die sich fragen, wie sie jetzt am besten von A nach B kommen: Der überregionale Verkehr wird großräumig umgeleitet. Das heißt, ab Waldesch geht es über Rhens zur B9 in Richtung Koblenz/Bonn (U20). Wer es lokal liebt, kann die Umleitung über die B327 in Richtung Koblenz-Horchheim nehmen und dann über die B42 zur B9 weiterfahren. Diese Route ist über die Anschlussstellen Koblenz-Pfaffendorfer Höhe und Koblenz-Asterstein markiert (U30). Einfach mal den Mobilitätsatlas unter verkehr.rlp.de checken, da gibt’s die aktuellsten Infos zur Verkehrsführung!
Was genau passiert da eigentlich?
Die Arbeiten werden vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) Cochem-Koblenz durchgeführt. Und ja, die Maßnahmen sind absolut notwendig, um die Gebrauchstauglichkeit und Verkehrssicherheit der Hochstraße Koblenz-Oberwerth sowie der Hangbrücke Laubachtal zu gewährleisten. Man kann sich vorstellen, dass hier ordentlich Hand angelegt wird – Brückenkappen, Geländer, Schutzeinrichtungen und Fahrbahnbeläge müssen erneuert werden. Sogar die Betoninstandsetzungen und der Austausch einer Übergangskonstruktion stehen auf der Liste. Da wird’s also ganz schön turbulent.
Ein bisschen Geduld ist gefragt, denn Vollsperrungen sind in bestimmten Teilbereichen und für einzelne Arbeitsschritte notwendig. Das klingt vielleicht nach einer etwas umständlichen Lösung, aber aufgrund der baulichen Gegebenheiten kann der Verkehr nicht einfach auf den Nachbarüberbau umgelegt werden. Eine mobile Betonschutzwand wird den Arbeitsbereich vom Verkehr trennen. Das muss ja auch alles sicher bleiben!
Immer wieder neue Herausforderungen
Und hier wird’s spannend: Temporäre Vollsperrungen sind auch für den Einbau der Asphaltschichten sowie für Aus- und Einhub der Verkehrszeichenbrücken nötig. Wenn der Asphalt frisch ist, gibt’s keinen Durchlass! Außerdem sind abschnittsweise Vollsperrungen für Nachtbaustellen von 21 Uhr bis 5:30 Uhr geplant. Wer also Nachtschwärmer ist oder einfach spät unterwegs, sollte sich auf erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen einstellen.
Gerade in verkehrsstarken Zeiten wird’s voll – und das nicht nur gefühlt. Die Arbeiten im Bereich der Zu- und Abfahrten zur Südbrücke sind besonders knifflig. Das hat sicher auch Auswirkungen auf die tägliche Pendlerfahrt. Aber, und das muss man auch mal sagen, die Verantwortlichen bitten um Verständnis für die Einschränkungen. Schließlich geht es um die Sicherheit auf unseren Straßen!
Ein Blick auf die Verkehrssicherheit
Das Thema Verkehrssicherheit ist in Deutschland ein großes Anliegen. Mit der Vision Zero und dem Verkehrssicherheitsprogramm 2021-2030 hat das Bundesverkehrsministerium (BMV) klare Ziele gesetzt. Es geht darum, die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu verbessern – egal ob Mensch, Fahrzeug oder die Infrastruktur selbst. Überall wird darauf geachtet, dass Verkehrssicherheit in allen Phasen von Straßenprojekten berücksichtigt wird. Und das ist auch gut so!
Technische Regelwerke und Verfahren des Infrastruktursicherheitsmanagements sind eingeführt worden, um einheitliche und sichere Gestaltung von Bundesfernstraßen zu gewährleisten. Das umfasst alles von der Planung bis zum Betrieb. Man könnte sagen, es ist eine umfassende Strategie, die zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beiträgt. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Straßen für alle sicherer zu machen.
Für die Koblenzer Südtangente heißt das: Es wird weiterhin an der Verkehrssicherheit gearbeitet, auch wenn uns die Baustellen immer wieder aus dem Trott bringen. Also, Augen auf und sicher unterwegs sein!