In Andernach tut sich was! Die CDU-Stadtratsfraktion hat die Stadtverwaltung gebeten, die Nutzung von sogenannten „Energyfischen“ zur nachhaltigen Stromerzeugung zu prüfen. Diese innovativen kleinen Unterwasserturbinen könnten die Strömungsenergie des Rheins nutzen – und das ist kein Scherz! Das Thema ist gerade besonders aktuell, da die Stadt sich intensiv mit der Energiewende beschäftigt hat. Besonders hervorzuheben ist die Kommunale Wärmeplanung, die bereits in vollem Gange ist.

Ein Blick nach Sankt Goar zeigt, wie viel Potenzial in dieser Technologie steckt. Dort sind bereits drei dieser „Energyfische“ installiert, und bis Ende des Jahres sollen insgesamt 121 Anlagen in Betrieb genommen werden. Das bedeutet, dass mehr als die Hälfte der Haushalte in dem kleinen Ort mit etwa 3.000 Einwohnern mit klimaneutralem Strom versorgt werden könnte. Das ist mal eine Ansage! Die kleinen Kraftwerke haben die Maße von etwa 2,40 m Breite, 1,40 m Höhe und 2,80 m Länge. Ausgestattet mit zwei Rotoren, die die Strömung des Rheins ankurbeln, und einem Generator, der den gewonnenen Strom in das öffentliche Netz einspeist, sind sie eine echte Bereicherung für die Region.

Innovative Lösungen für die Energiewende

Die CDU-Fraktion in Andernach sieht in diesen „Energyfischen“ eine großartige Möglichkeit, die Energiewende voranzutreiben. Sie denken beispielsweise an die Eigenstromversorgung im Hafen oder an andere kommunale Einrichtungen. Das Ziel ist klar: die Stadt möchte innovative Lösungen finden, um ihren Energiebedarf nachhaltiger zu decken. Ein geplanter Verbund von 124 Anlagen in Sankt Goar könnte jährlich rund 2,5 Gigawattstunden Strom liefern. Das reicht aus, um etwa 500 Haushalte zu versorgen – nicht schlecht, oder?

Die Technologie gilt als grundlastfähig, flexibel und umweltverträglich. Bei Hochwasser tauchen die Anlagen einfach ab, um Kollisionen mit Treibgut zu vermeiden. Das ist clever! Eine Studie der TU München zeigt zudem, dass solche hydrokinetischen Wasserkraftanlagen weniger Einfluss auf den Lebensraum von Fischen haben als herkömmliche Wasserkraftwerke. Hier wird also nicht nur umweltfreundlicher Strom erzeugt, sondern auch die Natur geschont.

Ein Blick in die Zukunft

Die Genehmigungsdauer für die Installation dieser schwimmenden Kraftwerke beträgt nur drei bis sechs Monate – im Vergleich zu konventionellen Wasserkraftwerken, die oft bis zu sieben Jahre auf die Erlaubnis warten müssen. Die Stromgestehungskosten für einen Energyfisch liegen bei etwa acht Cent pro Kilowattstunde. Das klingt doch machbar! Doch auch wenn diese Technologie vielversprechend ist, kann sie den gesamten Energiebedarf Deutschlands nicht allein decken. Ein harmonisches Zusammenspiel verschiedener Erzeugungsformen ist notwendig.

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Die regenerative und nahezu emissionsfreie Energieerzeugung aus Wasserkraft hat eine hohe Bedeutung, und der Wirkungsgrad dieser Anlagen ist beeindruckend. Dennoch bleibt die Nutzung des Energiepotentials von Fließgewässern bislang gering. Das ist ein Stück weit schade, denn Konzepte für schwimmende Laufbandwasserkraftwerke gibt es schon seit über 100 Jahren. Die Entwicklung neuer Technologien, wie einem schwimmenden Flussstrom-Energieförderband, könnte hier neue Wege eröffnen.

In der DACH-Region gibt es ein technisches Potenzial von bis zu 50 Terawattstunden – das sollte doch eigentlich ein Anreiz sein, mehr aus unseren Flüssen herauszuholen! Mit einem dezentralen Versorgungslösungsansatz und innovativen Projekten wird die Energiezukunft vielleicht noch ein bisschen heller. Wer weiß, vielleicht schwimmen bald auch in Andernach die ersten Energyfische und machen die Stadt ein Stück grüner!