Am kommenden Sonntag könnte der FSV Mainz 05 endlich die ersehnte Gewissheit im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga erhalten. Der Klub hat die Möglichkeit, den Klassenerhalt vorzeitig zu sichern, und benötigt dafür lediglich ein Unentschieden gegen den FC St. Pauli. Das Spiel findet um 15:30 Uhr in Hamburg statt und wird auf DAZN übertragen.

Die Saison begann für Mainz alles andere als erfreulich. Nach 13 Runden lag die Mannschaft mit nur 6 Punkten auf dem letzten Platz der Tabelle. Doch mit der Verpflichtung von Urs Fischer als Trainer kam die Wende. Der erfahrene Trainer, der zuvor zwei Jahre ohne Job war und bei Union Berlin große Erfolge feierte, führte das Team zu einer beeindruckenden Leistungssteigerung. Im ersten Spiel unter Fischers Leitung erkämpfte sich Mainz ein 2:2-Unentschieden gegen die Bayern. In der Folge schaffte es die Mannschaft, sich von Platz 18 auf den 10. Rang zu verbessern und hat nach 31 von 34 Runden bereits 9 Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge.

Der Druck auf St. Pauli

Während Mainz also mit breiter Brust in die Partie gegen St. Pauli geht, steht der Gastgeber unter erheblichem Druck. Die Kiezkicker belegen aktuell den 16. Platz und haben nur einen Punkt Vorsprung auf den VfL Wolfsburg, während sie fünf Punkte Rückstand auf den rettenden Platz haben. Trainer Fischer fordert von seiner Mannschaft, konzentriert und fehlerfrei zu agieren, um den letzten Schritt zum Klassenerhalt zu machen. Er betont, dass die Zeit für Feierlichkeiten noch nicht gekommen ist und der Fokus ausschließlich auf dem Spiel liegen sollte.

Die Trainingswoche war geprägt von einer reflektierten und lockeren Stimmung, in der die Mannschaft gut vorbereitet in die Partie gehen kann. Fischer sieht keine Nachwehen vom dramatischen Bayern-Spiel, in dem Mainz eine 3:0-Halbzeitführung verspielte. Die Frage bleibt, ob Stammtorwart Robin Zentner nach seiner Verletzung zurückkehren kann, jedoch sind keine größeren Veränderungen in der Startformation zu erwarten.

Ein Blick zurück und nach vorn

Rückblickend auf die Saison sieht Fischer die Situation nach den ersten 13 Spieltagen als alles andere als rosig, doch die Mannschaft hat sich im Verlauf der Saison stetig verbessert. Zwischen dem 24. Januar und dem 4. April gelangen Mainz 6 Siege, 3 Unentschieden und nur eine Niederlage. Diese Leistung hat den Klub in eine komfortable Position gebracht, in der der Klassenerhalt in greifbare Nähe rückt.

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Sollte Mainz den Klassenerhalt am Sonntag sichern, könnte man anschließend mit einem gewissen Druck weniger feiern. Doch Urs Fischer bleibt, wie gewohnt, fokussiert und warnt vor Übermut. „Der Job ist noch nicht ganz erledigt“, so der Trainer, der auch die Tatsache hervorhebt, dass Mainz in dieser Saison das Viertelfinale der Conference League erreicht hat. Der Weg war steinig, aber die Aussicht auf den Klassenerhalt ist nun zum Greifen nah.