Heute ist der 28.05.2026 und in Mainz-Bingen summt es gewaltig. Die Bienen haben in diesem Jahr eine wahre Pracht entfaltet, und das nicht ohne Grund! Tom Junghans, der Vorsitzende des Imkervereins Mainz und Umgebung, berichtet von einer üppigen Ernte und hervorragender Qualität des Frühjahrshonigs. Das Wetter hat es gut gemeint: Obstsorten und Raps blühten früh und nahezu gleichzeitig, was den fleißigen Bestäubern viel Arbeit und uns Menschen viel Freude beschert. Rund 70 Imkerinnen und Imker aus der Region haben bereits ihren köstlichen Frühjahrshonig im Angebot, und wer einmal hineingeschnuppert hat, weiß: das ist ein Genuss!

Doch nicht alles ist eitel Sonnenschein. Die Entwicklung der Sommertracht bleibt noch ungewiss. Erste Linden blühen bereits, aber die Trockenheit könnte die Nektarproduktion der Pflanzen gehörig dämpfen. Hier sind Pflanzen wie Götterbaum, Akazie und Kastanie bei den Bienen besonders beliebt. Ein wenig besorgniserregend ist die heimische Asiatische Hornisse, die in Rheinhessen immer mehr Fuß fasst. Junghans hat im vergangenen Jahr Sichtungen dieser invasiven Art festgestellt und rät den Imkerinnen und Imkern, mit der Hornisse zu leben. Eine Ausrottung ist nicht möglich – ein harter Brocken, wenn man bedenkt, wie sehr die Hornisse den Bienen zusetzen kann.

Die Asiatische Hornisse: Herausforderung für Imker

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist seit 2016 auf der Unionsliste der invasiven Arten der Europäischen Kommission gelistet. Ab März 2025 gibt es keine Meldepflicht mehr, da sie in Deutschland als etabliert gilt. Dennoch sollten Funde weiterhin den zuständigen Behörden gemeldet werden, um einen Überblick über die Verbreitung zu behalten. Die Bekämpfung sollte geschulten Personen überlassen werden, denn die Gefahr, dabei die geschützte heimische Hornisse zu gefährden, ist real.

In den letzten Jahren hat das Umweltbundesamt sogar Workshops für Kommunen organisiert, um den Umgang mit solchen invasiven Insektenarten zu verbessern. Es gibt viel zu lernen, denn die Nester der Asiatischen Hornisse werden verteidigt, wenn die Arbeiterinnen geschlüpft sind. Und wie so oft, sind die einfachen Lösungen nicht die besten: Der Einsatz von Lockfallen, etwa mit Bier oder Apfelsaft, sollte vermieden werden, da sie nicht spezifisch sind und auch geschützte Arten als Beifang fangen können. Das ist doch ein bisschen ärgerlich, oder?

Tipps für bienenfreundliche Gärten

Jens Bucher von der Mainzer Stadtimkerei hat ein paar gute Tipps parat. Er empfiehlt, bienenfreundliche Pflanzen wie Salbei oder Rosengewächse zu setzen. Außerdem ist es wichtig, Wassertränken für die Bienen aufzustellen – besonders während trockener Phasen sind sie auf solche Hilfen angewiesen. Es sind die kleinen Dinge, die einen großen Unterschied machen können, und jeder kann mit einem kleinen Gartenbeitrag Großes bewirken.

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Die Bienen sind nicht nur für die Honigernte von Bedeutung, sondern für das gesamte Ökosystem. Ihre Rolle als Bestäuber ist unverzichtbar. Wenn wir uns um sie kümmern, kümmern sie sich um uns. Und das ist doch eine Win-Win-Situation, die wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzen sollten. Die Herausforderungen sind groß, doch die Gemeinschaft der Imkerinnen und Imker bleibt optimistisch und engagiert. Ein fröhliches Summen in den Gärten und eine gesunde Bienenpopulation – das wäre doch ein schöner Traum für die Zukunft!