Infantinos Scherz oder Italiens Frust: Ein Fußballdrama nimmt seinen Lauf
Heute ist der 13.06.2026 und in Ludwigshafen am Rhein brodelt die Fußballwelt. Ein gewisser Gianni Infantino, der FIFA-Präsident, hat mit einem kleinen Scherz über die italienische Nationalmannschaft für Aufsehen gesorgt. In einem Interview ließ er verlauten, dass er sich vorstellen könnte, die WM auf 64 oder gar 228 Teams aufzustocken, um den Squadra Azzurra eine Chance auf die Qualifikation zu geben. Das klingt natürlich eher nach einem humorvollen Seitenhieb als nach einer ernsthaften Überlegung, doch in Italien kam dieser Scherz nicht gut an.
Die italienischen Medien sind empört. Immerhin hat Italien zum dritten Mal in Folge die Qualifikation für die WM verpasst und wird nicht am großen Turnier teilnehmen, das in Kanada, Mexiko und den USA ausgetragen wird. Sportminister Andrea Abodi findet die Bemerkung von Infantino unangebracht und plant ein Telefongespräch mit ihm, um die Wogen zu glätten. Man könnte sagen, die Stimmung in Italien ist angespannt – wie ein gespanntes Fußballnetz vor einem entscheidenden Schuss.
Ein Bild des Frustes
Die Kritik an Infantino zeigt, wie tief der Frust über die aktuelle Situation sitzt. Die italienische Nationalmannschaft, einst ein Gigant des Fußballs, hat in den letzten Jahren einige bittere Rückschläge hinnehmen müssen. Es ist schon eine ironische Wendung des Schicksals, dass der Fußball-Gigant, der viermal Weltmeister wurde, nun mit dem Gedanken spielt, sich in einer erweiterten WM möglicherweise doch noch einen Platz zu sichern. Ein wenig wie ein Scherz, der ins Wanken gerät, wenn man genauer hinschaut.
Derzeit sind bei der WM 2026 erstmals 48 Teams dabei, und das bedeutet mehr Chancen für viele, aber eben nicht für Italien. Das lässt sich kaum ignorieren. Infantino selbst nimmt an der Auslosung der UEFA-Qualifikationsgruppen teil und zeigt sich optimistisch. Er bezeichnet den WM-Pokal als die „legendärste, schönste und unglaublichste Trophäe in der Welt des Sports“ und wünscht allen Nationaltrainern viel Glück. 54 europäische Teams kämpfen um die 16 Startplätze. Ein Wettlauf, der für viele ein großes Ziel darstellt – nur Italien bleibt außen vor.
Ein Blick in die Zukunft
Die Diskussion um die WM-Qualifikation wird die nächsten Monate wohl für reichlich Gesprächsstoff sorgen. Infantino hat sich mit seiner Bemerkung nicht nur in die Herzen der Italiener, sondern auch in die der europäischen Fußballfans katapultiert – und das ist keine kleine Leistung! Immerhin hat er auch darauf hingewiesen, dass europäische Mannschaften zwölf der 22 WM-Titel gewonnen haben. Ein kleines Trostpflaster, könnte man sagen, für all jene, die sich nach dem Glanz vergangener Tage sehnen.
Auf die Frage, wie es mit der italienischen Nationalmannschaft weitergeht, bleibt nur abzuwarten. Vielleicht wird das Telefongespräch zwischen Abodi und Infantino ja mehr Klarheit bringen. Eins steht fest: Die Fußballwelt wird genau hinsehen, ob Italien in den kommenden Jahren wieder auf die große Bühne zurückkehrt oder ob der Witz von Infantino doch zu einer bitteren Realität wird.
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