In Ludwigshafen am Rhein wird es demnächst eine spannende Veranstaltungsreihe geben, die sich mit einem sehr wichtigen Thema befasst: Demenz. Unter dem Titel „Menschen mit Demenz verstehen und begleiten“ startet am Mittwoch, dem 13. Mai, die erste von insgesamt drei aufeinander aufbauenden Veranstaltungen. Diese finden in der Volkshochschule (VHS) Ludwigshafen, Raum 103, Bürgerhof, statt. Jeweils mittwochs von 17 bis 19 Uhr können Interessierte, Angehörige und ehrenamtlich Engagierte kostenlos teilnehmen. Ja, richtig gehört – die Teilnahme ist gratis!
Die Dozentin Johanna Köhler, eine erfahrene Fachergotherapeutin für Geriatrie und Gerontopsychiatrie, wird den Teilnehmenden grundlegendes Wissen über Demenz vermitteln. Dabei bietet der Workshop nicht nur theoretische Einblicke, sondern auch die Möglichkeit zur Selbsterfahrung, um einen Perspektivwechsel zu ermöglichen. Das ist doch mal eine Chance, die man nicht verpassen sollte, oder? Neben der Theorie stehen auch praktische Strategien für die Kommunikation und Unterstützung im Alltag auf dem Programm.
Verstehen und Begleiten: Ein Muss für Angehörige
Die Diagnose Demenz betrifft nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch die Angehörigen. Oft ist es für diese eine emotionale Achterbahnfahrt. Wenn das Kurzzeitgedächtnis schwindet und die Sprache und Orientierung nachlassen, kommt es nicht selten zu herausfordernden Verhaltensweisen. Rat- und Orientierungslosigkeit können Ängste auslösen, was oft in Anhänglichkeit oder sogar aggressiven Ausbrüchen resultiert. Das kann ziemlich belastend sein – für alle Beteiligten.
Ein zentraler Punkt in der Begleitung von Menschen mit Demenz ist die Kommunikation. Hierbei ist es wichtig, einfache, direkte Sprache zu verwenden. Komplexe Sätze und „Warum-Fragen“ sind eher kontraproduktiv. Stattdessen bringt es mehr, kurze Sätze mit einer Information pro Satz zu nutzen. Das kann manchmal wie ein Balanceakt sein, aber es lohnt sich! Und nonverbale Kommunikation? Die ist absolut entscheidend! Blickkontakt, Mimik und Berührungen können oft mehr sagen als tausend Worte.
Praktische Tipps für den Alltag
Im Alltag mit Demenzkranken kann eine feste Tagesstruktur enorm hilfreich sein. Rituale und feste Zeiten geben Sicherheit und Halt. Biografiearbeit, also das Einbeziehen früherer Interessen, kann die Betroffenen aktivieren und ihre Lebensqualität steigern. Aber Achtung! Pausen sind wichtig, um Überforderung zu vermeiden. Und seien wir mal ehrlich: Flexibilität ist das A und O, denn die Tagesform kann schwanken wie das Wetter im April.
Und wenn es mal turbulent wird? Das kommt vor. In solchen Momenten ist es ratsam, ruhig zu bleiben und auf die Gefühle der erkrankten Person einzugehen. Oft sind aggressive Verhaltensweisen Ausdruck von Angst oder Überforderung. Wenn das passiert, ist Ablenkung ein gutes Mittel, um die Situation zu entschärfen. Manchmal kann es auch helfen, den Raum zu verlassen, wenn es zu bedrohlich wird.
Gemeinsam stark: Unterstützung für Angehörige
Die eigene Gesundheit sollte ebenfalls nicht auf der Strecke bleiben. Es ist völlig normal, sich überfordert zu fühlen. Daher ist es wichtig, sich nicht zu scheuen, Hilfe anzunehmen – sei es durch Angehörigengruppen oder professionelle Unterstützung. Ein bisschen Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern notwendig! Wer sich um andere kümmert, muss auch auf sich selbst achten. Schließlich möchte man ja auch weiterhin für seine Liebsten da sein.
Für alle, die sich anmelden möchten, gibt es die Möglichkeit dazu online unter www.vhs-lu.de mit der Kursnummer 261EC30003 oder telefonisch unter 0621 504-2238. Also, nicht zögern – der Austausch und das Lernen in der Gruppe können wahre Wunder wirken. Und wer weiß? Vielleicht wird dieser Workshop nicht nur zum Wissensfundus, sondern auch zu einem Ort der Begegnung und des Verständnisses. Das wäre doch das Beste, was man in so einer herausfordernden Zeit tun kann!