In der Königstraße von Landau in der Pfalz wird fleißig gewerkelt. Die EWL, die hier das Sagen hat, ist dabei, das alte Kanalsystem auf Vordermann zu bringen. Und das ist nicht nur ein kleines Pflaster auf einer alten Wunde – nein, hier wird richtig in die Tiefe gegangen. Ein neuer, separater Regenwasserkanal wird verlegt, und das Ganze geschieht in bis zu 2,2 Metern Tiefe! Da denkt man sich schon: „Wow, das sind ja fast schon archäologische Ausgrabungen!“. Aber keine Sorge, das ist nicht nur für die Historiker unter uns spannend, sondern auch für die Umwelt.
Das Herzstück der Maßnahme sind die sogenannten Rigolen – unterirdische Speicherboxen, die bei Starkregen dafür sorgen, dass nicht gleich alles über die Ufer tritt. Diese blauen Wunderwerke sind echte Wasserspeicher und können insgesamt 60.000 Liter auf einmal aufnehmen. Das klingt wie ein ganz schön großer Eimer, oder? Das überschüssige Niederschlagswasser wird dort gesammelt und dann zeitverzögert in den Regenwasserkanal abgegeben. So bleibt die Queich schön im Fluss und die Einleitmenge wird auf maximale 5,1 Liter pro Sekunde begrenzt. Das klingt nach einem cleveren Plan, um ökologische Schäden und die gefürchtete Hochwassergefahr zu minimieren.
Ein Blick auf die Bauarbeiten
Aber das ist noch nicht alles! Die EWL hat sich nicht nur um die Regenwasserproblematik gekümmert. Während die Bauarbeiten bis 2027 in drei Abschnitten voranschreiten, werden auch gleich die Straßenbeleuchtung, die Begrünung sowie Wasser-, Strom- und Gasleitungen erneuert. Multifunktionalität, könnte man sagen! Und das alles kommt mit einem Preis von vier Millionen Euro – ein stolzes Sümmchen, wenn man bedenkt, dass der Anteil für die Kanalisation bei etwa 860.000 Euro liegt.
Ein kleines Detail, das nicht vergessen werden sollte: Viele der Rohre, die jetzt ausgetauscht werden, sind schon mehrere Jahrzehnte alt. Da macht es Sinn, die Dichtheitsproblematik gleich mit zu berücksichtigen. Es ist wie beim Auto: Wenn die Bremsen nicht mehr funktionieren, sollte man sie nicht nur reparieren, sondern gleich ein neues System einbauen!
Die Bedeutung des Hochwasserrisikomanagements
Damit die Landauer nicht nur beim nächsten Wolkenbruch in Panik geraten, ist ein umfassendes Hochwasserrisikomanagement vonnöten. Das umfasst nicht nur die Hochwasser an oberirdischen Gewässern, sondern auch Küstenhochwasser und Grundwasserhochwasser. Man könnte sagen, das ist wie das Sicherheitsnetz für die Stadt, das alle möglichen Szenarien abdeckt. Alle sechs Jahre wird das System überprüft und an neue Erkenntnisse, wie die Auswirkungen des Klimawandels, angepasst.
Risikogebiete werden genauestens bewertet. Das betrifft nicht nur die menschliche Gesundheit, sondern auch die Umwelt, das Kulturerbe und sogar wirtschaftliche Tätigkeiten. Hochwasserschäden passieren oft auch außerhalb der festgelegten Überschwemmungsgebiete, also ist es wichtig, vorbereitet zu sein. Die Erstellung von Hochwassergefahren- und Risikokarten sorgt dafür, dass alle Betroffenen wissen, was auf sie zukommen kann.
Die Landauer erleben also gerade eine kleine, aber feine Transformation ihrer Stadtinfrastruktur. Und wer weiß, vielleicht haben wir bald eine Stadt, die nicht nur bei starkem Regen trocken bleibt, sondern auch noch schöner aussieht. Man darf gespannt sein, wie sich das alles entwickeln wird!